Ein Stück Vredener Lebensgefühl

Krammarkt zur Kirmes

Kirmesmontag in ihrer Stadt: Da gehört für die Vredener ein Besuch auf dem Krammarkt unverzichtbar zum Lebensgefühl. Sie schieben sich langsam in Massen über die lange Achse, die vom Windmühlentor bis zum Viehmarkt reicht.

VREDEN

, 04.09.2017, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Stück Vredener Lebensgefühl

Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.

Die Sonne knallt regelrecht durch das Glas. Der Mann mit dem Headset hat gerade noch über das Fenster gewischt, das sich jetzt in streifenfreier Sauberkeit den Blicken der Passanten auf der Königstraße präsentiert: Der Verkäufer leistet Überzeugungsarbeit.

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Ein Bummel über den Kirmes-Krammarkt

Die Vredener haben sich auch in diesem Jahr den Gang zum Kirmes-Krammarkt nicht entgehen lassen: Tausende Besucher nahmen am Montagvormittag das bunte Angebot in Augenschein, mit dem die "fliegenden Händler" in die Widukindstadt gekommen waren. Und auch das Gespräch mit Bekannten kam nicht zu kurz.
04.09.2017
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Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
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Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
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Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
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Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
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Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
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Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
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Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
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Viel los war am Montagvormittag beim Kirmeskrammarkt in Vreden.© Foto: Thorsten Ohm
Schlagworte Vreden

Ein Ereignis, das den einen Spaß macht und für die Menschen auf der anderen Seite des Verkaufsstands einen nicht immer ganz einfachen Job darstellt. So wie für Markus Krafczyk, der mit seinen Waren aus Bocholt nach Vreden gekommen ist. Zum ersten Mal allein – in den Jahrzehnten zuvor war es seine Mutter, die mit den Lederwaren am Kirmesmontag immer nach Vreden kam. Markus Krafczyk findet, dass es früher besser lief . Organisiert sei alles prima, viele Menschen ebenfalls – doch die meisten wollten nicht kaufen, sondern nur gucken.

"Rudelsingen" kommt gut an

Während sich die Menschen weiter im Sonnenschein an den Verkaufstischen entlang schieben, spielt plötzlich Blasmusik auf. Im Festzelt hinter der Häuserreihe an der Königstraße steht Hubert Terbeck und singt ins Mikrofon. Dutzende Senioren sitzen an den gut gefüllten Tischen und stimmen ein in das Volkslied, unterstützt von der Kapelle „Die kleine Blasmusik“. Singen macht Spaß, lautet die ganz einfache Botschaft dieses „Rudelsingens“ – auch schon ein Stückchen Tradition am Kirmesmontag in Vreden, an dem Geschäftigkeit und Geselligkeit Hand in Hand gehen.

Die Händler preisen ihre Waren an, mal mit einem gewinnenden Lächeln, mal mit einer Präsentation der Vorzüge des Produkts, mit dem sie an diesem Tag ins Rennen um die Gunst der Flaneure gehen. Die bestaunen nun die Leistungsfähigkeit einer dampfenden Bügelhilfe, die über die Ärmel einer Bluse gleitet – auf dem Bügel hängend, ganz ohne Unterlage. „Die Frau sollte mal bei uns zum Bügeln vorbeikommen“, lacht eine Passantin und ist doch gleichzeitig zumindest ein wenig fasziniert vom Geschehen. In den Bann gezogen hat ein paar Meter weiter auch ein Verkäufer, der ebenfalls auf vollen Durchblick beim Fensterputzen setzt.

Wunsch nach zahlender Kundschaft

Sauberkeit: ein großes Thema. Ob Tücher aus Bambusfasern oder ganz besondere Reinigungslotionen, Wischer oder Wäschehilfen – der Appell an den Traum vom blitzblanken Heim lebt und verfängt. Allerdings nicht immer. Günter Ostowski hätte gern etwas mehr zahlende Kundschaft an seinem Stand begrüßt. Er kommt seit zehn Jahren mit seinen Putzmittel und Zubehör aus Gelsenkirchen nach Vreden. Aber das Internet mache den Händlern das Leben zunehmend schwerer. Jetzt hofft er, dass er in einer Woche vielleicht ein besseres Geschäft machen kann: „Ahaus ist stärker.“

Der Krammarkt gehört zur Vredener Kirmes wie die Zuckerwatte und der Autoscooter.

Doch die Zeiten haben sich gewandelt: Das Sortiment der Händler brachte früher Angebote in die Stadt, die es sonst nicht zu kaufen gab – etwas mit dem besonderen Pfiff. Das zeichnet die Waren an manchen Ständen auch heute noch aus. Auf ein ganz spezielles Sortiment setzt beispielsweise Marcel Breucker aus Recklinghausen – und hat Erfolg damit: Er verkauft Zubehör und Gebrauchtgeräte eines Haustechnikherstellers, der selbst nur den Direktvertrieb über Vertreter pflegt. „Ich bin seit sieben Jahren damit in Vreden, und es läuft gut“, freut sich Marcel Breucker. Er kommt gern in die Stadt: „Das sind liebe Leute hier, nicht so verklemmt.“

Tradition lebt

Die aufgelockerte Stimmung scheint in Vreden an diesem Traditionstermin tatsächlich mit den Händen zu greifen sein. Die Menschen treffen sich, genießen den Bummel und freuen sich darauf, auch den Rest des Tages die Atmosphäre ihres größten Volksfestes im Jahreslauf genießen zu können. Während die Verkäufer kurz nach Mittag langsam die Waren wieder einpacken, die Kleidung und die Dekostücke, die Putzlappen und die Computerspiele, schwingt die Gondel des großen Fahrgeschäftes auf dem Viehmarkt unter lauten Begleitgeräuschen und den Schreien der Insassen in die Höhe. Stimmungshoch in Vreden: Die Händler vom Krammarkt haben an diesem Tag ihren Teil dazu beigetragen.

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