Endspurt für die „Aufwind“-Macher

Vredener Wirtschaftsschau

Ein Autokran hat seinen Arm fast senkrecht ausgefahren. Lieferwagen fahren auf der Lise-Meitner-Straße vor, ihre Insassen verschwinden eilig in den großen weißen Zeltaufbauten. Der Endspurt ist eingeläutet am westlichen Rand des Industriegebietes Gaxel: Die Vredener Gewerbeschau "Aufwind" rüstet sich für den Besucheransturm.

VREDEN

, 04.05.2017, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur die Kronleuchter verraten im nackten Gastronomiezelt, was sich von Freitagabend an dort abspielt. Die Mitglieder des Arbeitskreises stecken noch die Köpfe zusammen. Heinrich Wildenhues ist mit dabei: Der Vredener weiß, worauf es bei der Vorbereitung einer Gewerbeschau ankommt: "Ich bin jetzt zum vierten Mal dabei. Ich freue mich schon darauf, und so langsam ist auch eine gewisse positive Nervosität zu spüren."

Matthias Plewa teilt die Vorfreude. Der Vorsitzende der Vredener Wirtschaftsvereinigung unterstreicht: "Unser Konzept hat sich bewährt." Und so haben die Macher auch diesmal wieder im Unterschied zu anderen Orten darauf gesetzt, eine "reine" Messe zu veranstalten und nicht mit Tagen der offenen Tür in Firmen zu kombinieren. "Das hat zwei große Vorteile", sagt Matthias Plewa. "Es ist für jeden Besucher an einem Tag gut zu schaffen, alles zu sehen."

Alle können mitmachen

Zum anderen könnten bei einer Messe wirklich alle Firmen mitmachen - auch die, die aus betriebsinternen Gründen ihre Türen nicht so ohne weiteres für externe Besucher öffnen könnten. "Wir haben wieder eine sehr gute Resonanz", freut sich Plewa über die Vielzahl an Teilnehmern. Die Leistungsschau der Vredener Wirtschaft ist aber nicht ohne entsprechende Vorarbeit zu haben. Matthias Plewa lobt das große Engagement aller Beteiligten im Arbeitskreis, das nicht zuletzt Karin Otto, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, und Heinrich Wildenhues gilt.

Und gerade auch für das Zustandekommen der Ausbildungsinitiative mit ihren Aktionen und Projekten habe sich ein engagierter Kreis von Mitstreitern sehr ins Zeug gelegt. Was Plewa aber ebenfalls wichtig ist an der Wirtschaftsschau "á la Vreden": Sie eröffnet den Unternehmern die Möglichkeit, sich auch am Rande für ein Gespräch zusammenzufinden - nicht zuletzt beim inoffiziellen Ausklang am Sonntagabend.

Viel zu tun

Bis dahin ist noch einiges zu tun. Wird am Samstag und Sonntag alles passen? Soll die Bühne noch ein paar Meter weiter links stehen? Wo kommt die Beleuchtung hin? Der Arbeitskreis hakt an diesem Donnerstagvormittag Punkt für Punkt die vielen Detailfragen ab, die es noch zu klären gilt.

Beim Feinschliff mit von der Partie ist auch Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch. "Die Stimmung im Vorfeld ist sehr gut", berichtet er. Die Vorbereitung auf die Wirtschaftsschau sei gut gelaufen: "Da spürt man, dass die Beteiligten Erfahrung mitbringen." Auch Holtwisch steht hinter der Grundidee der Messe "Aufwind": "Das ist ein rundes Konzept. Ich kann nur alle Vredener auffordern, vorbeizukommen."

1000 Parkplätze

So dürfte sich an beiden Ausstellungstagen die grüne Wiese mit Autos füllen, die jetzt noch von einem rot-weißen Flatterband abgesperrt wird. Wer dort seinen Wagen auf einem der 1000 Plätze abstellt, steht quasi in der ersten Reihe: Nur wenige Schritte sind es bis zu den Eingängen der Messezelte. Drinnen sind die ersten Stände schon errichtet. Jens Tenspolde probiert gerade die Technik des Spieltisches aus, der am Stand von Wefapress die jungen Besucher ansprechen wird. "Wir sind immer dabei gewesen", sagt er.

Für das Vredener Unternehmen ist es wie viele andere eine Selbstverständlichkeit, sich bei "Aufwind" zu präsentieren. Dass diesmal das Thema Azubis einen besonderen Schwerpunkt bildet, findet Tenspolde gut: "Es ist heute ja keine Selbstverständlichkeit mehr, Auszubildende zu gewinnen."

Hingucker

Ein helles Surren erfüllt an vielen Ständen die Luft in den Zelten: Akkuschrauber erzeugen das Geräusch - wohl das gefragtestes Werkzeug beim Aufbau der Messestände. Auf machen Feldern klebt nur ein Schild mit Nummer und Namen des Unternehmens - an anderen lassen sich schon die ersten Hingucker bestaunen wie etwa am Stand der Firma Severt, wo ein Roboter hinter hohen Glaswänden regungslos verharrt.

Noch ein paar Stunden, und mit der Ruhe ist es vorbei: Ab Freitag früh ist er hochwillkommen, der Ansturm der Besucher.

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