Stadt Vreden möchte fünfstelligen Zuschuss für Essen auf Räder zahlen

rnEssen auf Rädern

Ehrenamtliche Fahrer übernehmen die Auslieferung des Essens auf Rädern in den Vredener Außenbezirken. Die Finanzierungslücke wollen Kirchengemeinde und Stadt gemeinsam schließen.

Vreden

, 27.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kirchengemeinde St. Georg wird die Trägerschaft für die ehrenamtlichen Fahrer des Essens auf Rädern in Vreden übernehmen. Das geht aus einem Antrag an die Stadt Vreden hervor, der am Donnerstag, 29. Oktober, im Stadtrat beraten wird. Zu klären ist nun noch die Frage der Finanzierung.

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Zum Hintergrund: Das Klinikum Westmünsterland hat das Angebot Essen auf Rädern in Vreden zum 1. Oktober eingestellt. Die Mahlzeiten kommen nun vom Henricus-Stift in Südlohn und werden von fest angestellten Fahrern in Vreden verteilt – allerdings nur in der Kernstadt und in nahen Bauerschaften.

Nach heftiger Kritik aus der Bevölkerung und mehreren Gesprächen mit allen Beteiligten, wurde eine Lösung gefunden. Die bisherigen ehrenamtlichen Fahrer werden das Essen, das aus Südlohn kommt, in den Vredener Außenbezirken verteilen.

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Als Übergangslösung hat das Klinikum Westmünsterland die Trägerschaft und die Finanzierung noch bis Ende des Jahres übernommen. Nun aber muss eine endgültige Lösung her.

Kirchengemeinde übernimmt Trägerschaft für 36 Monate

Den ersten Schritt hat die Kirchengemeinde Mitte September gemacht. Der Vorstand hat beschlossen, die Trägerschaft für zunächst 36 Monate zu übernehmen. Außerdem kümmert sich die Gemeinde um den Versicherungsschutz und die Abrechnung.

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Doch ein Problem bleibt: die Finanzierung. Das Henricus-Stift zahlt zwar pro Mahlzeit einen Logistik-Anteil, doch da die Wege im Außenbereich lang sind, deckt dieser nicht die Kosten. Die Fahrer sind nämlich mit ihren Privatautos unterwegs und bekommen pro Kilometer eine bestimmte Pauschale.

So entsteht eine Finanzierungslücke. Wie hoch die ausfallen wird, hängt davon ab, wie viele Kunden in den Außenbereichen künftig Essen auf Rädern bekommen, wie viele Spenden gewonnen werden können und wie sich der Kilometersatz für die Fahrer entwickeln wird.

Finanzierungslücke im fünfstelligen Bereich

Auf Basis der jetzigen Tourenpläne hat die Gemeinde jedoch eine erste Berechnung durchgeführt. Wenn jährlich rund 2000 Euro gespendet werden, bleibt eine Finanzierungslücke von 15.000 Euro pro Jahr.

Ein Drittel davon wird die Kirchengemeinde übernehmen. Die restlichen zwei Drittel, also geschätzte 10.000 Euro, soll die Stadt Vreden tragen, so der Wunsch der Gemeinde. So steht es in dem Antrag. Laut Sitzungsvorlage steht die Verwaltung dem positiv gegenüber. Sie empfiehlt dem Rat, das Geld für die kommenden drei Jahre zu gewähren.

Über den Zuschuss entscheidet der Rat am Donnerstag, 29. Oktober, ab 17 Uhr im Innenhof des Gymnasiums. In zwei Jahren wollen alle Beteiligten erneut beraten, wie es nach Ablauf der drei Jahre mit dem Essen auf Rädern weitergeht.

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