Essen gehen im Winter: So bereiten sich Gastronomen in Vreden vor

rnGastronomie

Im Sommer was essen gehen und gemütlich draußen sitzen – kein Problem. Im Winter wird es aber etwas ungemütlich und kalt, wenn man draußen essen möchte. Aber es geht zum Glück ja auch anders.

Vreden

, 05.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange lange durften Gastronomen in der Anfangszeit von Corona ihre Speiseräume nicht öffnen, lediglich „außer-Haus-Verkauf“ war möglich. Im Sommer war für viele gastronomische Betriebe dann die Lösung: Biergarten. Im Winter jedoch wird das ganz schön frisch.

Da könnten sich einige Gäste überlegen, ob sie überhaupt essen gehen, denn Corona ist längst nicht vorbei. Aber es gibt ja auch Möglichkeiten, den Biergarten oder die Terrasse so zu verändern, dass es sich die Kunden auch im Winter dort gemütlich machen können. Aber wollen und können sich die Vredener Gastronomen solche Investitionen überhaupt leisten? Oder läuft alles wie immer?

In der Burgschänke bleibt alles beim Alten

Zumindest bei Nurija Dolic soll es auch im Winter laufen wie vor Corona. Naja, fast. Der Inhaber vom Restaurant Burgschänke in Vreden hat nicht vor etwas zu verändern. Im Sommer sei der Biergarten sehr gut angenommen worden, aber jetzt werde er seine Gäste wieder drinnen begrüßen.

Ändern will er dafür nichts, denn: „Wir hatten immer schon 1,5 Meter Abstand, auch drinnen. Da müssen wir also nichts für ändern“, so der Wirt. Außerdem gibt er zu bedenken, dass nicht alle Gastronomen die Möglichkeit haben große Investitionen zu tätigen.

Und was sagen andere Gastronomen?

Bis zu 300 Leute haben „unter normalen Bedingungen“ beim Restaurant Bußmann Platz. Durch Corona sind es weniger. „Jetzt haben wir 13 Tische á zehn Personen und im Restaurant noch einmal sieben Tische á sechs Personen“, sagt Jörg Bußmann.

Dazwischen kommen aber noch „Spuckschutze“, wie Jörg Bußmann es nennt. Das sind Glasscheiben, die die einzelnen Tischgruppen von einander abtrennen. „Die sind bestellt und schon auf dem LKW auf dem Weg nach Vreden“, sagt Jörg Bußmann.

Gleich zwei große Biergärten gibt es im Sommer für Gäste, im Winter wird auch weiterhin einer geöffnet bleiben. Aber ob sich das jemand länger hinsetzen möchte im Winter, bezweifelt Jörg Bußmann.

Stadt Borken greift Gastronomen unter die Arme

Außerdem hat Jörg Bußmann für den Wintergarten Infrarotstrahler, die „sind klimaneutral und schonen die Umwelt.“ Im Radio hat er gehört, dass die Stadt Borken die Gastronomen in Borken unterstützen will. „Das stimmt, sagt Markus Lask von der Stadt Borken.

Auf der Homepage der Stadt Borken ist ein Online-Antrag für einen zweckgebundenen Zuschuss für die Errichtung einer winterfesten Außengastronomie ab sofort für Betriebe im Stadtkern und in den Ortsteilen zu finden. Maximal 5000 Euro gibt es von der Stadt.

Grundsätzlich nicht auszuschließen

Ist das vielleicht auch eine Möglichkeit in Vreden, den Gastronomen unter die Arme zu greifen? Eine Möglichkeit sei es, aber politisch noch nicht abgesegnet. „Das ist eine Idee, die auf jeden Fall diskutiert wird“, so Bernd Kemper, Erster Beigeordneter der Stadt Vreden.

Auf der Tagesordnung für die letzte Ratssitzung am 29. Oktober steht der Vorschlag jedoch nicht. „Das wäre dann eine Sache, mit der sich der neue Rat beschäftigen müsste“, so Kemper weiter.

Lesen Sie jetzt