Ferienspaß unter der Kuppel

Geodesic Dome

„Geodesic Dome“ – was sich hinter diesem futuristisch anmutendem Namen verbirgt, errät bestimmt kaum jemand. Auch die 17 Mädchen und Jungen, die von Donnerstag bis Samstag an der Ferienaktion im Schulgarten der St. Felicitasschule teilnahmen, ahnten nicht, was sie bauen durften.

VREDEN

, 19.08.2017 / Lesedauer: 3 min

„Es ist eine hölzerne Kuppel, die von der Schule als Gewächshaus dauerhaft weiter genutzt werden kann“, erläuterte ihnen Künstler Uwe Esperester, der das Kultur Rucksack NRW-Projekt gemeinsam mit Ute Brüning, ihrer Tochter Sandra Müller und weiteren Helfern leitete.

Die „geodetische Kuppel“, die mit einer transparenten Gewebeplane abgedeckt wird, ist ein spannendes Konstrukt. Aufgrund der besonderen Statik kann die Luft gut zirkulieren und es bietet sich deshalb ein ideales Klima für das Wachstum von Pflanzen.

Vorarbeiten

Doch bevor der Bau im Schulgarten starten konnte, gab es noch Vorarbeiten zu erledigen. Mit Harken, Schaufeln und sogar einer Spitzhacke befreiten die Kinder die Gartenfläche von vielen Wurzeln, damit eine glatte Ebene entstand. „Die körperliche Arbeit gehört zum Gesamtkonzept und ist mit Sicherheit auch eine gute Vorbereitung für spätere Helfertätigkeiten der Kinder im Garten ihrer Eltern,“ meinte Uwe Esperester gut gelaunt.

„Zuhause haben wir noch nicht im Garten gearbeitet, aber es macht Spaß und wir freuen uns schon auf die Bauarbeiten“, sagten Noah (11) und Noel (9). Zur Stärkung brachte Ute Brüning den Kindern frische Möhren und alle griffen beherzt zu.

Fußball als Beispiel

„Die Gartenarbeit ist cool“, lobten Daan-Sophie Rickes und ihre Schwester Bo-Marie die Ferienaktion. Finn konnte es gar nicht erwarten, mit den Werkzeugen am Bauwerk zu arbeiten: „Ich möchte am liebsten meinen Onkel und seinen Trecker holen, damit die Vorarbeiten schneller gehen.“

Akkuschrauber, Zangen und Schrauben kamen kurze Zeit später zum Einsatz. Anhand eines Fußballes erläuterte Uwe Esperester den Mädchen und Jungen die Geodesic-Bauweise, die aus hölzernen Fünf- und Sechsecken sowie halben Ecken besteht.

Kleine Handwerker

Mit Zangen schnitten einige Mädchen einige Minuten später das Lochband in gleich große Stücke, die zum Verbinden der Holzleisten benötigt wurden. Mithilfe von Kunststoffrohraufsätzen wurden sie ineinandergesteckt und anschließend mit kleinen Schrauben befestigt. Zwischendurch gab es an allen drei Tagen ein Mittagessen, das in der Küche der St.-Felicitas-Schule zubereitet wurde.

Am Freitag durfte Karl-Heinz Nienhoff von der Schulleitung der St.-Felicitasschule die Arbeiten am sieben Meter großen, futuristischen wirkenden Gewächshaus bestaunen. Danach kümmerten sich die fleißigen Handwerker um die Inneneinrichtung des „Geodesic Domes“ und eine Folie wurde als Abdeckung zugeschnitten.

Bleibendes geschaffen

„Wir freuen uns, dass mit dem Geodesic Dome nun aufgrund unserer Ferienaktion ein bleibendes Projekt entstanden ist. Es war eine tolle Teamarbeit“, lobte Uwe Esperester die Kinder. Währenddessen bemalten die Baumeister noch schnell Pfähle als Dekoration für den Garten zuhause.

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