Feuerwehr musste lange nach dem Brandherd suchen

Rauch kam aus Fallrohr

Mit einem außergewöhnlichen gut verborgenen Brandherd musste sich der Löschzug Vreden-Stadt von der Feuerwehr Vreden am Montag um 16.10 Uhr beschäftigen. Rauch entwich einem Dachstuhl, aber der Brandherd war nicht zu lokalisieren. Das gelang erst mit der Rohrvideokamera eines Vredener Sanitärbetriebs.

21.04.2015, 09:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie die Feuerwehr Vreden mitteilte, hatte ein Passant per Notruf 112 die Leitstelle über einen ungewöhnlichen Rauchaustritt im Dachbereich eines Hauses an der Gerkinglohstraße informiert. Mit dem Stichwort “Dachstuhl brennt” rückten die Einsatzkräfte an und konnten die Angaben bestätigt finden. Nur, dass der Dachstuhl brannte, erwies sich als definitiv falsch.

Sanitärbetrieb half mit Kamera aus

Aus einem der Fallrohre trat der Rauch aus, und ein Löschangriff wurde vorgenommen. Aber der Brandherd war auch mit Wärmebildkamera nicht eindeutig zu lokalisieren, aber zu riechen. Erst der Einsatz der Rohrvideokamera eines Vredener Sanitärbetriebes, die durch die Rohre gefahren wurde,  brachte die Erkenntnis: Der Kunststoff-Schmorbrand hatte sich in einer Wasserablaufrinne im Boden, die an das Abflusssystem angeschlossen war, entwickelt.

Vermutlich führte der physikalische Kamineffekt im Fallrohr dazu, dass der Rauch nicht am Brandherd direkt austrat, sondern in das Fallrohr gezogen wurde. Auch wurde dem Brand dadurch zusätzlich frischer Sauerstoff zugeführt. 

Als der Brandherd entdeckt war, war  das eigentliche Löschen unproblematisch und der Einsatz war um 19 Uhr beendet. Wie das Feuer genau entstand, konnte nicht geklärt werden.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt