Fiktive Flammen schnell unter Kontrolle

Herbstübung der Feuerwehr

Feuer, Vermisste und ein Happy End – das war das Drehbuch für das Herbstmanöver der Feuerwehr. Das stellte an die Kräfte große Herausforderungen.

VREDEN

, 15.10.2017, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um 18.45 Uhr am Freitagabend ging der Alarm bei der Feuerwehr Ammeloe ein. Ein Fahrzeug auf dem Gelände eines Autohauses stehe in Flamen, hieß es, und der Löschzug rückte aus. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um eine Übung handelt.

Unterstützung von Nachbarn

Doch Zeit zum Verschnaufen blieb nicht. Auch ein vermeintliches Feuer will ernstgenommen werden. Und die Flammen hatten, so die Übungsregie, auch auf die Halle übergegriffen. Fünf Personen wurden vermisst, bei dieser Lage wurden die Feuerwehren aus Vreden und Ottenstein sowie das DRK Vreden hinzu gerufen. Zusammen bekamen sie die Situation schnell in den Griff. Das jährliche Herbstmanöver stand in diesem Jahr unter der Leitung des Ammeloer Löschzuges. Kurz vor der Übung hatte die mit eingeplante Feuerwehr aus Eibergen absagen müssen. So musste das Üben der Kommunikation mit den niederländischen Nachbarn aus dem Plan gestrichen werden. Die Absprachen zwischen den einzelnen Vredener Löschzügen, der Ottensteiner Feuerwehr und des DRK liefen dafür bei der Übung sehr gut ab.

Gutes Zeugnis

Kreisbrandmeister Johannes Thesing wohnte der Übung am Freitag bei und verschaffte sich selbst einen Überblick über die Leistungen der Feuerwehrmänner und -frauen. „Alle waren höchst motiviert und mit großer Fachkenntnis am Werk. Schön war zu sehen wie die Aufgaben priorisiert wurden und das Hauptaugenmerk zuerst auf die Rettung von Menschenleben gelegt wurde. Die Bürger hier können sich glücklich schätzen, so eine tolle Truppe vor Ort zu haben, die sich freiwillig den Gefahren stellt.“

Fünf „Vermisste“

Mit den fünf vermissten Personen wurde schon eine extreme Situation geschaffen, die den Feuerwehrleuten alles abverlangte. Alle Beteiligten wären froh, wenn sie so eine Lage nicht in einem realen Einsatz gegenüberstehen müssten. Wenn es aber so käme, seien die Feuerwehrleute und das Rote Kreuz sehr gut darauf vorbereitet, sagte auch Andreas Becking, Leiter der Vredener Feuerwehr. „Klar wurden auch Fehler gemacht, aber die werden wir in Ruhe besprechen und aufarbeiten. Wichtig war aber, dass die Kommunikation unter allen Beteiligten gepasst hat. Ich freue mich, dass so viele Freiwillige vor Ort waren. Alle Teilnehmer bewiesen eine große Einsatzbereitschaft.“ Nach knapp über eine Stunde gab der Einsatzleiter Entwarnung und alle Utensilien wurden wieder verpackt und verstaut. Die Löschzüge fuhren zurück an ihre Standorte und verabschiedeten sich mit der Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende.

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