Flamingos und Fachkräfte

Vreden Die Augen blinzeln durchs Fernglas, um einen Blick auf die Flamingokolonne im Zwillbrocker Venn zu erhaschen. Dabei wandert der Blick immer wieder nach rechts und links auf der Suche nach der Schwarzkopfmöwe.

19.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Doch dieses Bild konnte der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU-Landtagsfraktion Helmut Stahl gestern nicht aus Zwillbrock mitnehmen.

Dafür aber einen bleibenden Eindruck von Politik und Wirtschaft vor Ort: "Vreden hat eine sehr attraktive Landschaft und liegt in einer Wirtschaftsregion, die expandiert", sagte er gestern bei seinem Besuch.

Stahl war im Rahmen seiner NRW-Sommertour nach Vreden gekommen. Dort traf er sich mit Vertretern aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft. Bei einer fast dreistündigen Tour durch das Zwillbrocker Venn, begleitet von seinem Vredener Fraktionskollegen Bernhard Tenhumberg, lernte er die heimische Fauna und Flora kennen und ließ sich die Arbeit der biologischen Station erläutern. Nach dem ausgiebigen Spaziergang war es Zeit für ein deftiges Mittagessen, bei dem mit Bürgermeister Hermann Pennekamp über Standortprobleme und die Zukunft Vredens diskutiert wurde. Gestärkt ging es weiter zur Maschinenbaufirna Severt in Vreden.

Produktion besucht

Dort gab es zuerst eine kurze Einführung in die Arbeitsweise und Absatzmärkte des international agierenden Unternehmens. Anschließend suchte Stahl den Weg in die Produktion. Nach anfänglichen Berührungsängsten zeigte einer der Mitarbeiter dem Politiker, wie er per Fernbedienung die Produktionsroboter steuert.

Bei dem Rundgang wurde auch das Fehlen von Fachkräften und engagiertem Nachwuchs thematisiert. Der Politiker versprach, sich für die Reform von Schulen und Unis einzusetzen, damit die Wirtschaft mithilfe des eigenen Nachwuchses aufblühen könne.

Am Ende des Tages stand für Stahl fest: "Vreden ist ein attraktiver Standort mit ,kleinen' Problemen, von denen andere nur träumen." nl

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