Geldautomaten-Sprenger festgenommen

Eine Tat in Vreden

Die niederländische Polizei hat einen Mann festgenommen, der mit einem noch flüchtigen Komplizen für 17 Geldautomaten-Sprengungen verantwortlich sein soll. Die Tat am 19. Mai 2016 in Vreden, bei dem der Automat der Volksbank Vreden an der Winterswijker Straße gesprengt wurde, führte die Polizei auf die Spur der beiden.

VREDEN

07.04.2017, 08:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geldautomaten-Sprenger festgenommen

Der Geldautomat der Volksbank-Filiale an der Winterswijker Straße wurde im Mai 2016 gesprengt.

Das teilten am Freitag die  Staatsanwaltschaft Aachen und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) mit. Demnach erfolgte die Festnahme am 28. März in Utrecht. Beide Tatverdächtige gerieten Ende Mai 2016 ins Visier der Ermittler. Fünf Tage nach der letzten Tat  in Vreden fielen sie bei einer Verfolgungsjagd mit der niederländischen Polizei auf. Die beiden Männer hatten zuvor ein hochmotorisiertes Fahrzeug der Marke Audi RS6 in den Niederlanden entwendet. In diesem Fahrzeug konnten die Beamten umfangreiche Ausrüstung zum Sprengen von Geldautomaten auffinden.

In Vreden hatten die beiden nachts um 3 Uhr den Geldautomaten der Volksbank an der Winterswijker Straße gesprengt. Ein Zeuge hatte seinerzeit zwei maskierte Täter gesehen, die mit einem schwarzen Audi geflohen seien.

Ingesamt 17 Automaten gesprengt

Bei dem Tatverdächtigen handele es sich sich um einen 28-jährigen niederländischen Staatsangehörigen. Nach dem Täter war mit einem europäischen Haftbefehl gesucht wurden. Das Amtsgericht Aachen hatte zuvor gegen ihn und einen weiteren, bislang noch flüchtigen 32-jährigen Niederländer einen nationalen Haftbefehl erlassen. Gegen beide Männer richtet sich der dringende Tatverdacht der gemeinschaftlichen Beteiligung an insgesamt 17 Sprengungen von Geldautomaten. Diese Taten fanden zwischen Februar und Mai 2016 in NRW und Niedersachsen statt. 

Die beim LKA NRW eigens eingerichtete Ermittlungskommission  forderte die Beweismittel an. "Durch intensive Auswertearbeit wurde  die Beteiligung der beiden Tatverdächtigen an insgesamt 17 Sprengungen von Geldautomaten belegt", so die Staatsanwaltschaft.

Auslieferung beantragt

Sieben dieser Taten fallen in den Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Aachen. Diese beantragt aktuell die Auslieferung des Festgenommenen.  "Das Verfahren hat gezeigt, dass das Zusammenführen der Ermittlungsergebnisse der betroffenen Dienststellen aus verschiedenen Zuständigkeitsbereichen im In- und Ausland zu Ermittlungserfolgen führt", ziehen die Staatsanwaltschaft und das LKA zufrieden Bilanz. Beide sehen in diesem Ermittlungserfolg einen Beleg für die Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

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