Gerangel in Silvesternacht hat gerichtliches Nachspiel

Körperverletzung

Unschönes Ende einer Silvesternacht: Eine erst verbale und danach körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Frauen am Morgen des Neujahrstages dieses Jahres hatte jetzt ein gerichtliches Nachspiel. Angeklagt war der Freund einen der Frauen. Er soll der Widersacherin seiner Freundin gegen 2.45 Uhr in einem Vredener Bierkeller mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

VREDEN

, 06.08.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Beschuldigte, ein 24-jähriger Lagerarbeiter aus Vreden, gab bei seiner Aussage vor Gericht an, keinerlei Erinnerung an einen Faustschlag zu haben. Er habe ein Gerangel zwischen den beiden Frauen beenden wollen und habe sie mit beiden Händen voneinander getrennt. Und kurze Zeit später sei er mit seiner Freundin vor die Tür des Lokals gegangen.

Diese Version des Tathergangs wurde von seiner Freundin als Zeugin weitestgehend bestätigt. Auch sie wollte keinen Faustschlag gesehen haben. Es könne aber sein, dass ihr Freund mit der Hand ins Gesicht ihrer Gegnerin gekommen sei.

Backpfeife erhalten

Dieser Darstellung widersprach die Geschädigte, eine 20-jährige Vredenerin. Sie habe vom Angeklagten eine Backpfeife erhalten und den Tag mit Kopfschmerzen im Bett verbracht. Ihre 19-jährige Freundin sagte aus, der Beschuldigte habe das Opfer mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen.

Der Richter hielt darauf beiden ihre Aussagen bei der Vernehmung durch die Polizei vor. Damals hatten die Frauen noch von einem Faustschlag ins Gesicht gesprochen. Die Zeuginnen machten jetzt geltend, sich nicht mehr ganz genau an den Tathergang erinnern zu können.

Bereits verurteilt

Da der Angeklagte erst im Februar diesen Jahres wegen einer anderen Körperverletzung rechtskräftig zu einer nicht unerheblichen Geldstrafe verurteilt worden war, stellte der Richter das Verfahren ein. Nach Einschätzung von Gericht und Staatsanwaltschaft war ein Strafmaß deutlich unterhalb der ersten Geldbuße zu erwarten.

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