Grundschüler überführen in der Forscherwerkstatt mit Wissenschaft einen Diamantendieb

rnFerienprogramm

Fingerabdrücke wurden ausgewertet, Körpergrößen errechnet und Haare untersucht. So haben Grundschüler bei der Forscherwerkstatt am Gymnasium Georgianum einen Dieb gefasst.

Vreden

, 23.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mithilfe von naturwissenschaftlichen Rätseln und Aufgaben haben 100 kluge Detektive einen Diamantendieb gefasst. Grundschüler aus Vreden, Südlohn und Oeding haben an der Forscherwerkstatt des Gymnasiums Georgianum teilgenommen. Leonie und Sana von der Von-Galen-Grundschule in Oeding untersuchten zum Beispiel einen Wollfaden, ein Kunsthaar und ein Echthaar unter dem Mikroskop. „Der Wollfaden sieht wie ein Durcheinander aus, das Kunsthaar besteht aus ein paar Streifen und das Echthaar ist ein einziger Streifen“, berichteten die beiden Grundschülerinnen von ihren Ergebnissen.

Programm ausgebucht

Die Oberstufenschülerinnen Laura Volks und Julia Kleingries unterstützten eine von vier Projektgruppen gemeinsam mit dem Lehrer Jörg Kleinecke. „Zehn Oberstufenschüler helfen beim Projekt, viele von ihnen haben selber früher schon an unserem Forschungs-Ferienprogramm teilgenommen und waren anschließend als Gymnasiasten bereits erfolgreich bei Jugend-forscht-Wettbewerben“, sagte Chemielehrer Jörg Kleinecke.

Grundschüler überführen in der Forscherwerkstatt mit Wissenschaft einen Diamantendieb

Leonie und Sanna aus Oeding untersuchten mit dem Mikroskop, wie ein Wollfaden, ein Kunsthaar und ein Echthaar unter dem Mikroskop aussieht © Anne Rolvering

Er freute sich über den Arbeitseifer der Schüler und die entspannte Atmosphäre in allen Gruppen. Da so großes Interesse seitens der Grundschüler an der Forscherwerkstatt herrschte, konnten laut Jörg Kleinecke in diesem Jahr keine freien Plätze an Fünftklässler des Gymnasiums vergeben werden. Die Resonanz sei in den vergangenen fünf Jahren immer größer geworden. „Wir haben unsere Einladung an alle Dritt- und Viertklässler gerichtet, viele der Viertklässler, die jetzt teilnehmen, werden nach den Ferien die fünfte Klasse am Georgianum besuchen“, erzählte Jörg Kleinecke.

„Wir forschen so lange, bis der Dieb überführt werden kann und untersuchen heute noch Fingerabdrücke“, erklärte Leni Ahler. Sie löste mit ihrer Freundin Lina Buning in der Gruppe von Lehrerin Sophia Wiggers die vielfältigen Aufgaben. „Die Forscherwerkstatt ist cool und spannend, es ist noch viel interessanter als gedacht“, kommentierten die Freundinnen ihre Eindrücke. Nebenan unternahmen weitere Grundschüler mit Lehrer Daniel Wielsch andere Experimente.

Informatik im Herbst

Die Grundschüler aus der Gruppe von Lehrer Elmar Horbach hatten bereits die Größen der Verdächtigen gemessen und errechneten gerade den Mittelwert, um den Tatverdächtigen zu ermitteln. Danach freuten sie sich mit allen anderen Schülern und Helfern aus der Oberstufe auf ein gemeinsames Frühstück, das der Förderverein des Gymnasiums gesponsert hatte.

Grundschüler überführen in der Forscherwerkstatt mit Wissenschaft einen Diamantendieb

Amelie, Theresa, Mia, Marlene und Mathea lösten in ihrer Gruppe eine Zusatzaufgabe, bei der jeder einzelne aus der Detektivgruppe gemessen wurde, um dann den Mittelwert zu ermitteln. © Anne Rolvering

„Für uns ist es wichtig, bei den Schülern so früh wie möglich das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken. Deshalb finden an unserer Schule die Ferienprojekte für Grundschüler statt“, erklärte Jörg Kleinecke. In den Herbstferien wird deshalb am Vredener Gymnasium wieder eine neue Forscherwerkstatt für Grundschüler angeboten, dieses Mal aus den Bereichen Informatik und Technik, mit Robotik und einer Einführung ins Programmieren.

Lesen Sie jetzt