Gutachter sollen Trassen prüfen

Industriegebiet Gaxel

Eine Machbarkeitsstudie soll die Möglichkeiten für eine neue Verbindungsstraße zwischen dem Industriegebiet Gaxel und der Bundesstraße 70 genauer ausloten. Dafür hat sich der Bauausschuss in Vreden in seiner Sitzung am Montagabend mit großer Mehrheit ausgesprochen.

VREDEN

, 11.01.2016, 19:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gutachter sollen Trassen prüfen

Die belastete Kreuzung Winterswijker Straße/Ringstraße steht ganz oben auf der Liste des Verkehrskonzeptes.

Das Gremium folgte damit einem Antrag, den die Vredener Wirtschaftsvereinigung gestellt hatten. Lediglich bei den beiden Vertretern der Grünen überwogen die Bedenken.Zuvor hatte Joachim Hartmann das Thema noch einmal beleuchtet. Besondere Aufmerksamkeit fand dabei eine Grafik, die die Bandbreite der möglichen Trassen darstellen sollte.

Das Spektrum reichte dabei von relativ kurzen, ortsnahen Trassen bis hin zu einer weiträumig gedachten Variante, die weitgehend über niederländisches Gebiet führen würde. Der Leiter des Fachbereichs Bauen betonte, dass es sich nicht um konkrete Planungen handle, sondern lediglich aufzeigen solle, was möglich wäre: "Das Spektrum reicht von ökologisch bis ökonomisch ungeheuer kompliziert."

Optimierung der Ringstraße

Hartmann erklärte zugleich, dass die Stadt an einer Optimierung der Ringstraße festhalte: "Da sind wir gut im Lauf." Erste Maßnahmen könnten bereits in diesem Jahr umgesetzt werden, wies er auf die Kreuzungen bei Schmitz hin, wo eine Beampelung künftig den Verkehrsfluss regeln soll. Andere Maßnahmen bräuchten etwas längeren Vorlauf, so die Kreuzung Winterswijker Straße/Ringstraße.

Joachim Hartmann empfahl schließlich, Mittel für eine Machbarkeitsstudie bereitzustellen. Diese werde es ermöglichen, die denkbaren Trassen für eine neue Anbindung zu sortieren. Zustimmung gab es von den meisten Fraktionen. Heinrich Wildenhues (CDU) unterstrich, dass eine neue Anbindung zu einer Entlastung der Verkehrssysteme und damit auch zu mehr Sicherheit führe.

Machbarkeitsstudie erforderlich

Unterstützung signalisierte auch Dirk Hemsing (SPD): Neben der Optimierung der Ringstraße sei die Machbarkeitsstudie nun dringend geboten. Als "zwingend erforderlich" bewertete Heinz-Josef Ostendorf (UWG) die Arbeit hin auf die neue Anbindung und die Verbesserung der Ringstraße. Und Hendrik Mulder (FDP) sah nun im Grunde einen Antrag umgesetzt, den seine Partei bereits zwei Mal gestellt habe.

Kritische Töne gab es hingegen von Gerd Welper (Grüne). Die Stadt müsse viel Geld investieren, um die Ringstraße zu optimieren. Mit dem Einstieg in die Planung für eine neue Anbindung mache die Stadt den zweiten Schritt vor dem ersten: "Wir sollten zunächst sehen, wie die Optimierung der Ringstraße funktioniert."

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