Herbergssuche findet Ziel im Heimathaus

Krippenausstellung

Maria trägt mal ein rotes Kleid, mal ein schlicht weißes und manchmal besitzt ihr Gewand nur die Farbe des Holzes, aus dem die Krippenfigur geschnitzt ist. Die heilige Familie lässt sich ab morgen in vielgestaltiger Ausführung betrachten: in der Krippenausstellung im Haus Noldes in Ammeloe am Kring.

AMMELOE

, 20.11.2015, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Herbergssuche findet Ziel im Heimathaus

Anni Huning platziert noch eine Figur in der großen Krippenlandschaft im Heimathaus Noldes in Ammeloe.

Hermann Walfort und Anni Huning nehmen sich am Donnerstag einen Moment Zeit für den Besucher. Einige Frauen wischen gerade noch die Räume, in denen Dutzende von Krippen die Blicke auf sich ziehen sollen. Nicht zum ersten Mal, wie Hermann Walfort in Erinnerung ruft. "Das ist jetzt unsere 20. Krippenausstellung seit 1995", berichtet der Vorsitzende des Heimatvereins. Das Ziel war damals klar: Die Ausstellung sollte dazu beitragen, Leben und Aktivitäten ins Heimathaus zu holen. "Das war gleich am Anfang ein richtig großer Erfolg", weiß Anni Huning noch genau.

Jedes Jahr Neues

Der Zuspruch für die Sammlung unterschiedlichster Krippen sollte auch in den folgenden Jahren nicht abebben. Denn in jedem Jahr gibt es Neues zu sehen - immer abhängig davon, welche Krippen ihren Weg in die aktuelle Ausstellung finden. So ergibt sich ein buntes Bild unterschiedlichster Darstellungen. Manchmal sind es ganz schlichte, reduzierte Formen, manchmal aber auch aufwendig verzierte Figuren. Und immer wieder sind auch Besonderheiten zu entdecken. "Bischof Franz-Josef Overbeck aus Essen hat uns eine Dreier-Gruppe zur Verfügung gestellt", freut sich Anni Huning. Figuren und Gebäude kommen aber auch aus den Niederlanden nach Ammeloe, aus Winterswijk, Haaksbergen und Rekken.

Große Vielfalt

Kein Ensemble gleicht in dieser Ausstellung dem anderen. Figuren aus Ton, aus Keramik oder aus Holz, Gebäude sogar aus Maisblättern wie bei einer anrührend schlichten, afrikanischen Krippe. Zu sehen gibt es neben ganz kleinen aber auch ganz große Figuren, wie die aus St.-Mariä-Himmelfahrt Ahaus, die wegen der Kirchenrenovierung dort in diesem Jahr nicht zur Aufstellung kommen.

Lange Geschichte

Manche Krippenfiguren haben schon eine lange Geschichte hinter sich. "Die ältesten Figuren sind über 100 Jahre alt", berichtet Anni Huning. Und manche sind nagelneu - wie jene, die erst kurz zuvor im vierten Jahrgang der Hamaland-Grundschule entstanden sind. Viel zu entdecken also, weshalb Besucher unbedingt eines mitbringen sollten: genug Zeit für einen gemütlichen Besuch.

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