Innenraum der Stiftskirche bekommt Schönheitskur

Umfangreiche Sanierung

VREDEN. Seit fast drei Jahren wird die Stiftskirche St. Felicitas nach und nach saniert. Komplett. Nun ist der Innenraum an der Reihe, wie Pfarrer Guido Wachtel mitteilte: „Am vergangenen Samstag wurde der vorerst letzte Gottesdienst in der Stiftskirche gefeiert, und seit Montag ist sie komplett für die Innenrenovierung geschlossen.“

11.08.2016, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Innenraum der Stiftskirche bekommt Schönheitskur

So sieht es zurzeit im Inneren der Stiftskirche St. Felicitas aus.

Der Zeitplan steht: Die Verantwortlichen planen, dass spätestens zur Eröffnung des kulturhistorischen Zentrums „Kult“ im Dezember, in dem die Vredener Stiftsgeschichte einen Schwerpunkt der Dauerausstellung bildet, auch der 1000 Jahre alte romanische Kirchenbau in neuem Glanz erstrahlt, so der Pfarrer.

Zu Beginn der Woche war die Feuerwehr aktiv in dem geschichtsträchtigen Gebäude. Keine Bange – gebrannt hat es nicht: Die Freiwilligen Feuerwehrleute haben am Montagabend geholfen, die Kirchenbänke auszuräumen. „Generationenübergreifend“, wie ein Beteiligter sagte, „mit Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, der Aktiven und der Ehrenabteilung“. Mit vereinten Kräften war die Kirche ausgeräumt und bot gleich ein ganz anderes Bild. In den vergangenen Tagen wurde die Ausstattung gesichert: Die Orgel erhielt eine Einhausung aus Holz, auch die Altäre und der schwere Kronleuchter wurden mit Holz und/oder Kunststoff eingepackt.

Steinmetz aktiv

Gestern begannen die Steinmetze mit der Arbeit im Inneren: Die Fugen wurden ausgefräst. In den vergangenen Monaten haben Architekt, Fachplaner, Mitglieder des Kirchenvorstandes, Mitarbeiter der Pfarrei und des Bistums die Maßnahmen geplant und besprochen. Denn, so Pfarrer Guido Wachtel, sei jetzt mehr als nur ein abschließender neuer Anstrich vorgesehen, der die Risse und Mörtelspuren in Gewölbe und Wänden verdecken soll. Nun sind Arbeiten am Fußboden und an den Windfängen vorgesehen, bevor die Maler kommen. Die elektrischen Leitungen und die Beleuchtung werden erneuert und Vorarbeiten für den Einbau einer neuen Lautsprecheranlage werden in einem Rutsch erledigt.

Überregional bedeutend

Wenn die Handwerker dann wie geplant im Dezember ihre sieben Sachen packen, ist der letzte Abschnitt der Komplettsanierung vollbracht. Und „der für die Vredener Stadtgeschichte, aber auch überregional bedeutenden Kirchbau“, so beschreibt es Pfarrer Wachtel, erstrahlt dann in neuem Glanz. Schon vor über zwei Jahren begann alles mit Fundamentarbeiten und den Sicherungsarbeiten an den Wänden. Der Sommer des vergangenen Jahres wurde für die Neuverfugung der Fassade genutzt.

Die Kosten für die Komplettsanierung betragen rund 1,3 Millionen Euro. Die Die Pfarrgemeinde St. Georg beteiligt sich mit 142.000 Euro, den Rest trägt das Bistum.

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