Jagd auf Messer-Jocke

Vreden Augenklappen, Kopftücher, Haken statt Hände und grimmige Gesichter - keine Frage: Die Piraten sind los. In dieser Woche sollten zart besaitete Gemüter an den Nachmittagen den Berkelsee besser meiden.

31.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Denn dort wird gejagt und geentert, nachher aber dann doch ganz friedlich miteinander gegrillt auf Einladung des Jugendwerkes Vreden. Insgesamt 130 Jungen und Mädchen tauchen in dieser Woche in die Welt von Jack Sparrow, Piratenkapitän der "Black Pearl" im Film "Fluch der Karibik", und die der Piraten um Pippis Langstrumpfs Vater Kapitän Ephraim Langstrumpf ein. Da gibt es immer die "Guten" und die "Bösen" - so auch in Vreden. So wird zunächst ein Boot geentert und versenkt, und der gejagte Messer-Jocke wird gefangen genommen. Der aber hat den entscheidenden Teil der Schatzkarte bei sich, so dass die vielen kleinen Schatzsucher-Piraten sich anstrengen müssen, ihn zu befreien... Auf einem Floß mitten auf dem Berkelsee ist Messer-Jocke angebunden und wird von üblen Gestalten bewacht. "Für diese Rollen sind sieben Jugendliche von der Hütte am Berkelsee im Einsatz", betont Markus Funke vom Jugendwerk. Die Jugendlichen hätten auch das 20 Quadratmeter große Floß gebaut und im See festgemacht, lobt er das Engagement der Vredener. Neben den Hauptamtlichen und den Praktikanten des Jugendwerks seien auch viele Ehrenamtliche im Einsatz, damit das Ferienpassangebot des Jugendwerkes rund läuft.

Die Kinder sind mit Eifer bei der Sache. Nach dem sie das Manövrieren mit dem Kanu einigermaßen beherrschen, geht es rund um den See zu sechs Stationen, an denen sie Aufgaben lösen müssen - vom Schlachtruf erfinden bis hin zum Beantworten von Fragen rund ums Piratentum. Und wie im Film geht auch bei den Vredener Piratentagen am Ende alles gut aus, Messer-Jocke wird befreit, der Schatz gehoben und anschließend wird beim gemeinsamen Backen von Stock- und Piratenbrot noch so manches "Seemannsgarn" gesponnen. ewa

Lesen Sie jetzt