Kein Zebrastreifen für die Beatrixstraße

Bauausschuss

Ratlosigkeit im Bauausschuss: Die Querungshilfe an der Beatrixstraße ist seit Jahren ein Sorgenkind in puncto Verkehrssicherheit , und auch jetzt hatte niemand eine Lösung parat, die alle zufrieden gestellt hätte. Nun sollen noch einmal alle Alternativen erwogen werden.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 11.05.2011, 15:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Verschwenkung der Beatrixstraße bremst den Autoverkehr. Die Befürchtung im Bauausschuss: Eine Verlängerung würde zu mehr Tempo bei den Autos führen.

Die Verschwenkung der Beatrixstraße bremst den Autoverkehr. Die Befürchtung im Bauausschuss: Eine Verlängerung würde zu mehr Tempo bei den Autos führen.

Allerdings eine weniger: Einen Zebrastreifen hatten sich die Politiker zuletzt gewünscht, Verkehrsmessungen hatten die dafür notwendigen Zahlen von Autos und Fußgängern auch hergegeben. Aber das für die Anordnung zuständige Straßenverkehrsamt und auch die Polizei möchten den Wunsch nicht erfüllen – und so ganz mochten sich die Kommunalpolitiker der Argumentation auch nicht verschließen: Ein Zebrastreifen vermittle Sicherheit für Fußgänger, die nicht immer gegeben sei. Die Lösung mit einer Mittelinsel als Querungshilfe sei in der Beatrixstraße eindeutig die bessere. Allerdings könne die Aufstellfläche für die Fußgänger etwas breiter sein, so der Vorschlag der Behörden.

So schlug Fachabteilungsleiter Hermann Wilmer dem Bauausschuss vor, die Aufstellfläche in der Mittelinsel zu optimieren und die Fahrbahnverschwenkung zumindest in Richtung Ostendarper Straße zu verlängern. Dies stieß nicht auf unbedingte Gegenliebe: „Damit bauen wir eher eine Einflugschneise“, fasste Elmar Kampshoff (UWG) zusammen, was die Ausschussmitglieder befürchteten: Mehr Tempo bei den Autofahrern. „Ich habe noch nicht gesehen, dass es da auf der Insel zu voll war“, zeigte sich Andreas Ernst (SPD) skeptisch. Auch Gerd Welper (Grüne) war nicht zufrieden: Der Vorschlag bedeute nichts als eine Veränderung für die Bequemlichkeit der Autos. „Die Geschwindigkeit wird sich erhöhen!“ stand ebenso für Heinrich Wildenhues (CDU) fest. Agnes Schültingkemer (CDU) plädierte dafür, öfter mal die Geschwindigkeitsmesstafel der Stadt dort aufzustellen. „Aber sonst habe ich auch keine Lösung“, gab sie schulterzuckend zu. Gespräche zum Grundstückserwerb für eine Verlängerung der Insel soll die Verwaltung nun genauso führen wie eine Aufpflasterung als Möglichkeit durchspielen. Dann ist der Bauausschuss wieder an der Reihe.

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