K+K beauftragt Ladenbauer für Markt an der Ottensteiner Straße

rnAbriss im Oktober

Erstmals in 70 Jahren Firmengeschichte hat die Supermarktkette K+K einen Spezialisten für Ladenbau beauftragt. Anfang Oktober beginnt an der Ottensteiner Straße in Vreden der Abbruch.

Vreden

, 25.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tage des alten K+K-Marktes an der Ottensteiner Straße sind gezählt. Am 5. Oktober soll der Abriss des Gebäudes beginnen. Für den kommenden Mai ist die Neueröffnung des neuen Marktes an der gleichen Stelle geplant.

Ab dem 5. Oktober soll der alte K+K-Markt an der Ottensteiner Straße abgerissen werden. K+K plant dort für rund 5,5 Millionen Euro einen kompletten Neubau.

Ab dem 5. Oktober soll der alte K+K-Markt an der Ottensteiner Straße abgerissen werden. K+K plant dort für rund 5,5 Millionen Euro einen kompletten Neubau. © Stephan Rape (Archiv)

Rolf Geyer, bei der Supermarktkette K+K für Expansion, Bau und Immobilienbetreuung zuständig, hat an diesem Donnerstag sichtbar gute Laune, als er vor dem Supermarkt an der Ottensteiner Straße steht. Die Zusammenarbeit mit dem Kreis Borken und zuletzt auch der Verwaltung und der Politik in Vreden habe extrem gut funktioniert. Sonst wäre der schnelle Ablauf gar nicht möglich gewesen. „Am 2. Oktober um 22 Uhr machen wir hier die Tür zu und schon am 5. Oktober rücken die Abrissbagger an“, sagt er. Das Unternehmen aus Gronau plant den kompletten Neubau der 1978 eröffneten Filiale.

2300 Quadratmeter Verkaufsfläche und eine Klimaanlage

Mit rund 2300 Quadratmetern Verkaufsfläche soll dann ein ganz neuer K+K-Markt entstehen. Und der soll so gut wie nichts mehr mit dem alten Markt zu tun haben: Moderne Einrichtung, neue Verkaufskonzepte und vor allem eine Klimaanlage, die den Einkauf auch im Hochsommer erträglich machen soll. Gerade die fehlende Klimaanlage im heutigen Markt dort hatten viele Vredener immer wieder kritisiert.

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Erstmals in der 70-jährigen Firmengeschichte hat das Unternehmen die komplette Gestaltung des Innenraums aus der Hand gegeben: „Das hat es noch nicht gegeben. Bisher haben wir alle wesentlichen Planungen selbst gemacht“, sagt Rolf Geyer. An dieser Stelle übernimmt nun das Vredener Unternehmen Dechering die gesamte Planung. „Sie haben uns ein tolles Konzept vorgelegt“, lobt Rolf Geyer. Damit will sich K+K nicht nur für Vreden zukunftssicher aufstellen.

Vredener Markt soll Vorbild für andere Filialen werden

„Wir haben immer gesagt, dass wir mit dem Markt in Vreden etwas Besonderes vorhaben und dazu stehen wir auch“, sagt er. Besonders sei beispielsweise eine besonders große Fleischtheke oder ein komplett gläserner Kühlraum, aus dem heraus gekühlte Getränke kistenweise angeboten werden können.

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Der Markt könne auch für die Zukunft Vorbildcharakter für andere Märkte des Unternehmens haben. „So weit sind wir aber noch nicht“, erklärt Rolf Geyer. Auch bei der Durchführung setze K+K auf regionale Unternehmen aus Vreden und der Umgebung.

Eine der geplanten Neuerungen: die gläserne Coolbox. Von dort sollen gekühlte Getränke auch kistenweise angeboten werden.

Eine der geplanten Neuerungen: die gläserne Coolbox. Von dort sollen gekühlte Getränke auch kistenweise angeboten werden. © Dechering Ladenbau, Siska Nitsche

Ebenso wird der gesamte Außenbereich überarbeitet: Die Tankstelle wird komplett saniert und der gesamte Parkplatz neu befestigt und gepflastert. Das Lottogeschäft und die Bäckerei werden während der Bauphase in mobilen Räumen auf der Außenfläche untergebracht. Auch der Fischwagen wird dort regelmäßig vor Ort sein.

Personal wird auf andere Filialen verteilt

Während der Markt geschlossen hat, wird das Personal auf andere Filialen verteilt. „Das hat sich in der Vergangenheit bewährt“, erklärt Rolf Geyer weiter. Schließlich gehe das Unternehmen ja auch davon aus, dass Kunden während der Bauphase verstärkt die anderen beiden Filialen in Vreden nutzen werden. „Darauf müssen wir ja reagieren“, erklärt er.

Sobald der neue Markt eröffnet, kehrt das Stammpersonal dann zurück und soll auch aufgestockt werden. Genaue Zahlen gebe es aber noch nicht. Eine Zahl nennt er dann aber auf Nachfrage doch noch: Ohne Ladenbau investiert K+K rund 5,5 Millionen Euro am Standort Ottensteiner Straße.

Planungen für andere Filialen in Vreden laufen an

Und auch für die Filiale am Domhof soll sich etwas verändern: Eine Umgestaltung dort hatte das Unternehmen eigentlich noch vor dem Baubeginn an der Ottensteiner Straße geplant. Das wurde dann aber doch zu knapp. „Sobald wir hier den neuen Markt eröffnen, nehmen wir die Filiale am Domhof in Angriff“, erklärt Rolf Geyer. Wie es allerdings mit dem Markt an der Straße Up de Hacke weitergeht, mag er noch nicht abschätzen. „Das müssen wir noch abwarten“, sagt er.

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