K+K muss bis zur Erweiterung in Vreden noch einige Hürden nehmen

rnOttensteiner Straße

K+K möchte an der Ottensteiner Straße seinen Markt erweitern. Die Politiker in Vreden stehen dem offen gegenüber. Bevor der Bau beginnen kann, gibt es aber noch einige planerische Hürden.

Vreden

, 19.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Supermarktkette K+K möchte ihren Markt an der Ottensteiner Straße um rund 800 bis 900 Quadratmeter erweitern. Im Bauausschuss hat Rolf Geyer, Leiter Expansion bei K+K die Pläne des Unternehmens vorgestellt.

Der aktuelle Markt an dem Standort sei über 30 Jahre alt und entsprechend in die Jahre gekommen. Auch vorher schon habe man bei K+K darüber gesprochen, den Markt zu erneuern.

Supermarktkette möchte Zukunftsperspektive haben

„Dafür brauchen wir in der Stadt aber eine Zukunftsperspektive“, erklärte er. Vor allem mit Blick auf die Planungen für einen 2500-Quadratmeter großen Edeka-Markt auf dem Bierbaum-Gelände sei diese Zukunft im Moment aber noch völlig offen.

„Wenn wir Sicherheit haben, was in Vreden passieren soll, können wir weitermachen“, so Rolf Geyer.

Kritik an unschönem Markt und altem Sortiment

Bei den Politikern im Bau- und Planungsausschuss traf er damit auf offene Ohren: „Tatsächlich ist das ein unschöner Markt“, sagte Hendrik Mulder (FDP). Ihm sei ein schöner K+K-Markt an der Ottensteiner Straße lieber als ein neuer Edeka-Markt. Was denn aus dem Markt werde, wenn die Erweiterung nicht durch käme, wollte er wissen.

K+K muss bis zur Erweiterung in Vreden noch einige Hürden nehmen

So könnte der K+K-Markt an der Ottensteiner Straße einmal aussehen – wenn es nach den aktuellen Planungen geht. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. © Neun Grad Architektur, Oldenburg

Rolf Geyer ließ das zunächst noch offen. Klar sei aber, dass die Innenstadt und auch die K+K-Filiale am Domhof leiden werde, wenn der neue Edeka-Markt gebaut werde. Im Vorfeld hatte er bereits erklärt, dass diese Filiale dann wohl geschlossen werden müsse.

Gesamtkonzept muss passen und Markt am Domhof erhalten bleiben

Heinrich Wildenhues (CDU) ging es vor allem um das Gesamtkonzept der K+K-Kette und um den Erhalt des Marktes am Domhof. Dessen Zukunft Rolf Geyer zuvor sehr skeptisch gesehen, falls die Firma Stroetmann den Edeka auf dem Bierbaum-Gelände wie geplant mit 2500 Quadratmetern errichten sollte. Inhaltlich müsse die Erweiterung des K+K an der Ottensteiner Straße natürlich trotzdem ins Einzelhandelskonzept passen.

Gerd Welper (Grüne) legte den Finger tief in die Wunde: „Die K+K-Märkte und ihr Sortiment sind einfach in die Jahre gekommen. Das sage ich als Kunde“, erklärte er. Vielleicht sei es auch möglich, dass Sortiment in den bestehenden Gebäuden anzupassen, um sich so an den aktuellen Markt anzupassen.

Deutliche Botschaft kommt gut an

Für Elmar Kampshoff (UWG) war die Botschaft deutlich: „Dass Sie Sicherheit wollen, versteht jeder. Am Ende wird es darauf hinauslaufen, was gewollt und möglich ist“, erklärte er. Am Ende werde die Planung Vreden gut tun.

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Schließlich ergänzte noch Reinhard Laurich (SPD), dass es im Bauauschuss ja nicht darum gehe, die einzelnen Märkte zu bewerten, sondern planerische Vorgaben zu schaffen. Die könnten nach und nach abgearbeitet werden.

Stadtplaner will Ideen für K+K auf den Planungsweg bringen

Auch Dirk Hetrodt, Stadtplaner der Vredener Verwaltung, begrüßte den Investitionswunsch der Firma K+K. Über die Größenordnung der Erweiterung müsse man aber noch reden: Schließlich gebe es auch Vorgaben durch die Landesplanung, die nur geringfügige Erweiterungen zuließen. Dazu müsse die Stadt den Dialog mit der Bezirksregierung suchen.

Am Ende gehe es an diesem Abend aber auch erst einmal darum, die Planung auf den Weg zu bringen, um dann zu sehen, welche Rahmenbedingungen erfüllt und welche angepasst werden können.

K+K zeigt sich kompromissbereit

Rolf Geyer gab sich insgesamt durchaus kompromissbereit: „Die ganze Planung ist ja nicht in Zement gemeißelt“, erklärte er zum Abschluss des Tagesordnungspunktes.

Die Politiker im Bau- und Planungsausschuss entschieden sich einstimmig dafür, die Erweiterungspläne bei der Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts prüfen zu lassen und beauftragten die Verwaltung, bei der Bezirksregierung eine Anfrage zur Änderung der Bauleitplanung zu stellen.

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