Klare Kante: Max Stroetmann wird wohl genau die gleichen Pläne dem neuen Rat vorlegen

rnBierbaum-Gelände

Max Stroetmann möchte sich erst nach der Kommunalwahl 2020 zu seinen Plänen für das Bierbaum-Gelände äußern. Redakteurin Victoria Garwer hat eine Vermutung, warum er abwartet.

Vreden

, 27.03.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Max Stroetmann weiß, was er will: Ein E-Center auf dem Bierbaum-Gelände in Vreden. Die Stadt weiß auch, was sie will: Wohnungen auf dem Bierbaum-Gelände.

Dieser, ich nenne es mal Machtkampf, läuft nun schon über Jahre. Es bleibt die Frage: Wer gibt nach? Denn beides geht nicht, das hat der Rat ja im vergangenen Jahr entschieden.

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Oder geht es doch? Schon nach der sehr, sehr knappen Abstimmung im Ausschuss und im Rat habe ich mich gefragt: Kann der Unternehmer Max Stroetmann genau die gleichen Pläne nach der Kommunalwahl im September 2020 noch einmal vorlegen?

Meine Recherchen haben ergeben: Ja, das kann er wohl.

Stroetmann arbeitet wohl kaum an einer Alternative

Und nun wird deutlich, dass er augenscheinlich genau das vorhat. Max Stroetmann hat angekündigt, dass er sich erst nach der Kommunalwahl wieder zu dem Thema äußern möchte. Na, warum wohl?

Ich glaube nicht daran, dass er gerade an einer Alternative arbeitet. Max Stroetmann hat schon in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er einen langen Atem hat. Seit Jahren liegt das Gelände brach, weil er dort keinen Edeka-Markt bauen darf. Dem neuen Bürgermeister wird er also wohl genau die gleichen Pläne präsentieren: ein E-Center und 150 Wohnungen als Kompromiss.

Der neue Rat muss eine Entscheidung treffen

Und warum sollte er das auch nicht tun? Die Abstimmungsergebnisse im Ausschuss und im Rat waren denkbar knapp. Es hing an einzelnen Personen. Nach der Wahl könnten die Machtverhältnisse in Vreden ganz anders aussehen. Die Fraktionen werden andere Größen haben und andere Personen bekleiden die Ämter.

Warum also nicht darauf spekulieren, dass die neuen Gremien anders entscheiden?

Für die Politiker könnte das zu einer durchaus schwierigen Situation führen. Sie müssen entscheiden: Stehen sie zu dem Beschluss der Vorgänger und solidarisieren sich quasi mit ihnen? Bewerten sie alles noch einmal neu, um am Ende zu einem anderen Ergebnis zu kommen? Oder nutzen sie die Situation gar aus, um zu demonstrieren, dass nun alles anders ist in Vreden?

Ich glaube, dass die Entscheidung des Rates richtig war. Es wäre ein Zeichen von Stärke des neuen Rates, wenn er sich nicht von den Spielchen des Unternehmers beeindrucken lassen würde.

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