Kommentar: Wahlverlierer Norbert Wesseler ohne Ansatz von Selbstkritik

rnKommunalwahl 2020

Noch am Wahlabend hat Vredens SPD-Bürgermeisterkandidat Norbert Wesseler einen Schuldigen für sein Wahldebakel ausgemacht. Lesen Sie dazu einen Kommentar

Vreden

, 15.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Schuldige war schnell gefunden: Für sein schlechtes Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl in Vreden machte SPD-Kandidat Norbert Wesseler noch am Sonntagabend die Münsterland Zeitung verantwortlich. Selbstkritik? Fehlanzeige!

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Nach einem halbherzig und völlig emotionslos geführten Wahlkampf hat der Düsseldorfer Polizeipräsident mit knapp 18 Prozent der Wählerstimmen die Quittung dafür erhalten, dass ihn Vreden eigentlich nicht wirklich interessiert. Genau diesen Eindruck hat er jedenfalls bei seinen Auftritten hinterlassen.

Eine Chance vertan

Beim Besuch der Biologischen Station hörte er nur zu, stellte keine Fragen, hatte keine Botschaft, nicht einmal auf Nachfrage. Dabei war das der Wahlkampftermin, den er sich selber für eine Begleitung durch die Münsterland Zeitung ausgesucht hatte. Chance vertan.

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Wahlkampfstände bringen nach seiner Meinung nichts und Social Media, heute ein ganz wichtiges Instrument für einen erfolgreichen Wahlkampf, ist nicht sein Ding. Für Wahlkampf habe er keine Zeit gehabt, sagt der SPD-Kandidat selber.

Wenn sich dann dazu noch herausstellt, dass das Wissen des Kandidaten über Vredener Themen, sagen wir mal Nachbesserungsbedarf hat, dann rundet das ein Bild ab, das nicht gerade dazu führt, bei der Wahl das Kreuzchen neben dem Namen von Norbert Wesseler zu setzten.

Junger Mann macht vor, wie Wahlkampf geht

Diesem Kandidaten stand im Wahlkampf ein junger, agiler Mitbewerber gegenüber, der tief in den Vredener Themen steckt. Einer, der unbedingt Bürgermeister werden wollte und sich dafür im Wahlkampf voll eingebracht hat. Nicht sagt, er wisse noch nicht, ob er zum Wahlkampfstand komme, erstmal nach Hause möchte. Sondern jemand, der Termin an Termin setzte, um mit möglichst vielen Vredenern ins Gespräch zu kommen.

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Wen wundert es am Ende, wenn die Wahl dann für den SPD-Kandidaten verloren geht. Die Vredener SPD muss sich sogar fragen lassen, ob sie nicht mit diesem Kandidaten in einen Abwärtstrend gezogen wurde, der sich am Ende mit einem Minus von 9,23 Prozent bemerkbar gemacht hat.

Wenn Herr Wesseler jetzt immer noch meint, dass ein Bericht der Münsterland Zeitung der Grund dafür ist, dass er nicht Bürgermeister geworden ist: Ich kann gut damit leben.

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