Mehr Wähler als Wahlberechtigte in zwei Dörfern – Wie kann das sein?

rnKommunalwahl 2020

In Zwillbrock und Wennewick haben jeweils mehr Leute gewählt als eigentlich wahlberechtigt sind. Die Stadt Vreden erklärt, woher diese etwas kuriosen Daten kommen.

Vreden

, 14.09.2020, 13:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Genau 284 Wähler haben im Stimmbezirk Zwillbrock ihr Kreuzchen für die Kommunalwahl gemacht. So steht es in den offiziellen Ergebnissen. Dabei wären hier eigentlich nur 193 Menschen wahlberechtigt. Auch das steht auf der Internetseite mit den Ergebnissen. Das gleiche Bild zeigt sich im Stimmbezirk Wennewick. Dort sind 226 Personen wahlberechtigt, Wähler gab es aber 260.

Ist hier etwa eine Panne beim Auszählen passiert? Nein, sagt Martina Wensing, die bei der Stadt Vreden für die Organisation der Wahl zuständig ist. „Dass die Zahlen erst einmal widersprüchlich aussehen, liegt an der Briefwahl“, sagt sie.

Briefwähler wurden in den kleinen Stimmbezirken ausgezählt

Denn die beiden Stimmbezirke werden jeweils mit einem weiteren zu einem Wahlbezirk zusammengefasst. „Der Bürgermeister darf laut Wahlrecht entscheiden, in welchem Stimmbezirk die Briefwähler ausgezählt werden“, so Martina Wensing.

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In Zwillbrock wurde also zusätzlich zu den Stimmen, die am Sonntag vor Ort abgegeben wurden, auch die Briefwahl ausgezählt. Und zwar aus dem gesamten Bezirk, also auch aus Ellewick. Das gleiche gilt für Wennewick. Hier sind die Briefwähler aus Crosewick in die Gesamtzahl der Wähler eingerechnet. Auf den gesamten Wahlbezirk gesehen passen die Zahlen also wieder.

Martina Wensing vergleicht Niederschriften und Schnellmeldungen

Martina Wensing war am Montag damit beschäftigt, alle Ergebnisse zu überprüfen. Sie vergleicht dazu die Wahlniederschriften mit den Schnellmeldungen. Bislang sind ihr dabei noch keine Unstimmigkeiten aufgefallen.

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