LKW-Reifen drohten zu platzen

Polizei-Kontrolle

Das hätte jeden Moment schief gehen können. Doch einsichtig zeigte sich der Fahrer des LKW nicht, den die Polizei in Vreden am Montagmorgen aus dem Verkehr zog.

VREDEN

27.10.2015, 09:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
LKW-Reifen drohten zu platzen

Der poröse Reifen

Beamte des Polizeisonderdienstes hatten den Firmentransporter samt Anhänger auf der Beatrixstraße kontrolliert. Bei der Überprüfung des Anhängers stellte eine Polizistin fest, dass ein Reifen bereits 17 Jahre alt und nicht mehr verkehrssicher war. Der Reifen war porös, so dass sich die Lauffläche bereits ablöste und ein jederzeitiges Platzen zu erwarten war.

Mit dem Argument "Aber die Profiltiefe ist doch super", kam der Fahrer angesichts des Gesamtzustandes des Reifens nicht sehr weit. Die Weiterfahrt mit dem Anhänger wurde untersagt und Bußgeldverfahren gegen den Fahrer und den Fahrzeughalter eingeleitet. Beide müssen mit einem Punkt in der Verkehrssünderdatei und einem Bußgeld von 90 beziehungsweise 75 Euro.

Herstellerdatum prüfen

"Natürlich muss auch für den Anhänger ein neuer Reifen beschafft werden. Wer es nicht weiß - das Herstellungsdatum des Reifen ist mit der sogenannten DOT-Nummer auf dem Reifen eingeprägt", so die Polizei. Die beiden letzten Zahlen geben das Jahr an, davor wird der Monat angegeben. Dies sollten Käufer auch beim Reifenkauf wissen.

Die Polizei rät grundsätzlich dazu, die Reifen auf ihre Verkehrssicherheit zu überprüfen und gegebenenfalls rechtzeitig zu wechseln. Dies gelte nicht nur für den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen. Zur Verkehrssicherheit des Reifens würden neben der Profiltiefe sicher auch das Alter und der Gesamtzustand zählen, wie der zugrunde liegende Fall eindrücklich beweise.

Fatale Folgen

Ein mangelhafter Reifen könne fatale Folgen haben. Wenn der Reifen während der Fahrt zum Beispiel plötzlich den Druck verliere, sei das Fahrzeug nur noch schwer bis gar nicht zu kontrollieren. Dass zudem die Haftung und Bremswirkung bei mangelhaften Reifen sehr stark nachlassen könne, liege auf der Hand.

Der Gesetzgeber schreibe grundsätzlich das Höchstalter der Reifen nicht vor. Eine Ausnahme gelte für Anhänger bestimmter Gespanne - da müssen die Reifen jünger als sechs Jahre sein, wenn man die Ausnahmehöchstgeschwindigkeit von 100 km/h in Anspruch nehmen wolle. "Es ist also jeder selbst dafür verantwortlich, für seine eigene Sicherheit und damit auch die der anderen Verkehrsteilnehmer zu sorgen", so die Polizei. 

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