Mehr Patienten für Gesundheitszentrum in Sicht

Entwicklungssprung

Das Gesundheitszentrum Westmünsterland in Vreden steht vor einem Sprung in seiner Entwicklung: Es hat seit wenigen Wochen nun auch die Zulassung der Deutschen Rentenversicherung Bund für die Durchführung von ambulanten Reha-Maßnahmen.

VREDEN

, 18.02.2017, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mehr Patienten für Gesundheitszentrum in Sicht

Freuen sich über die positive Entwicklung des Gesundheitszentrums Westmünsterland insbesondere am Standort Vreden (von links): Sporttherapeut Christoph Jolk, Geschäftsführer Horst Mehlhose, Jessica Bütterhoff, Leitung der ambulanten Rehabilitation, und Jutta Winkelhaus, Standortleitung.

Das berichtete Geschäftsführer Horst Mehlhose am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Das Gesundheitszentrum am Standort Vreden verfüge nun über die Möglichkeit, für alle gesetzlich Krankenversicherten die ambulante Rehabilitation anzubieten.

"Die nächsten Einrichtungen dieser Art finden sich in Münster, Bad Bentheim und im Ruhrgebiet", zeigte Mehlhose die Größe des Einzugsgebietes auf. Er rechnet damit, dass durch den neuen Vertrag nun einige hundert Patienten mehr pro Jahr den Weg nach Vreden finden werden. Das Gesundheitszentrum habe im vergangenen Jahr ein Aufkommen von 800 Rehapatienten verzeichnet.

Ambulante Physiotherapie

Welche Bedeutung der jetzige Schritt besitzt, unterstrich auch Jessica Bütterhoff, Leitung der ambulanten Rehabilitation: "Wir haben im Jahr 2002 mit der erweiterten ambulanten Physiotherapie begonnen. Im Juli 2013 bekamen wir die Zulassung der Rentenversicherung Westfalen und nun der Deutschen Rentenversicherung Bund."

Geschäftsführer Horst Mehlhose erklärte, dass das Gesundheitszentrum über ausreichende Kapazitäten für die zu erwartende Steigerung der Patientenzahlen verfüge: "Wir haben vieles umstrukturiert und so auch neue Räume geschaffen." Er sieht das Zentrum am Standort Vreden auf einem guten Weg, der eine weitere Entwicklung auch räumlich eröffnen könnte, so seine Hoffnung.

Nicht nur Kostenfragen

Die ambulante Rehabilitation gewinne gegenüber der stationären an Bedeutung. Das sei auch gesundheitspolitisch so gewollt. Aber es gehe dabei nicht nur um Kostenfragen. Die ambulante Rehabilitation bringe auch den Patienten Vorteile, verdeutlichte Sporttherapeut Christoph Jolk: "Der Patient kann in seiner Familie, in den häuslichen Strukturen bleiben. Bei vielen ist das für den Genesungsprozess sehr förderlich."

Jutta Winkelhaus, Standortleitung, ergänzte, dass auch das Krankenhaus mit seinen Patienten von der Entwicklung profitiere. Horst Mehlhose bekannte mit Blick auf den neuen Vertrag: "Wir sind stolz darauf, das geschafft zu haben!"

Fünf Standorte

Die Gesundheitszentrum Westmünsterland GmbH ist ein Tochterunternehmen des Klinikverbundes Westmünsterland. Fünf Standorte bieten verschiedene Schwerpunkte an. Neben dem Standort Vreden zählen dazu auch noch Ahaus, Legden, Borken und Bocholt. Der Standort Vreden zählt allein 98 Mitarbeiter, das Gesundheitszentrum Westmünsterland kommt insgesamt auf 350 Kräfte.

Zu den Experten zählen Fachärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sporttherapeuten, Sozialarbeiter, Ernährungswissenschaftler, Psychologen, Ergotherapeuten, Krankenpfleger, bei bedarf Logopäden und mehr. Der Standort Vreden erhielt im Jahr 2015 die Auszeichnung als beste Einrichtung ihrer Art in Deutschland, die Benotung der Deutschen Rentenversicherung Bund lag für das 2016 bei 1,7 und damit über dem Durchschnitt von 1,9.

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