Müllabfuhr: «An Vertrag gebunden»

Vreden In Ahaus wurde der Müllabfuhrrhythmus geändert - und somit auch die Gebührenstruktur. Ein Vredener Einwohner hat jetzt den Antrag an den Rat gestellt, in Vreden ebenfalls die Abfuhrrhythmen zu ändern und so die Gebühren zu senken.

08.07.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

«Übereilte Maßnahmen», so Dr. Christoph Holtwisch in der Sitzung, schlage die Verwaltung nun nicht vor. Es gelte zu bedenken, dass der Vertrag mit dem Entsorgungsunternehmen bis 2009 gültig sei. Gleichwohl sei überlegenswert, über die Einführung kleinerer Tonnen für die wachsenden Einpersonenhaushalte zu diskutieren.

«Kreativ werden»

Da hakte Thomas Funke (SPD) ein: Die Kommission für die kommende Ausschreibung der Abfuhr solle ruhig «schon einmal früher tagen und kreativ werden» als, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, Ende 2008/Anfang 2009. «Darüber kann man reden», entgegnete Bernhard Tenhumberg (CDU), der dazu aufrief, gute Ideen immer an die Verwaltung weiter zu leiten. Ansonsten wies er darauf hin, dass viele Punkte aus dem Bürgerantrag bei der Vorbereitung der jüngsten Ausschreibung ausgiebig diskutiert worden waren.

Wunschdenken

Daran erinnerte auch Bürgermeister Pennekamp: «Wir haben das Ahauser Modell damals durchdiskutiert und uns dagegen entschieden.» Schließlich würden auch alle den Unterschied kennen, der sich manchmal zwischen Wunschdenken und Praxis auftue, ergänzte Pennekamp. Zurzeit habe man keinen fundierten Grund, der beauftragen Firma den Auftrag zu entziehen, man sei an den Vertrag gebunden.

Der Vorschlag des Antragstellers, die Mülltonnen jeweils einseitig an die Straße zu stellen - so sei es zum Beispiel in Haaksbergen üblich - wurde positiv aufgenommen. «Das ist doch eine Anregung für Nachbarschaften», meinte Andreas Wethmar (UWG), und Helma Benke (Grüne) ergänzte, dass es beispielsweise am Harlemanns Bülten schon so gehandhabt werde. «Da müsste man mal bei der Firma fragen, ob das was bringt», meinte Benke. «Wenn der Bürger das macht, muss sich das auch auf die Kosten auswirken», betonte Thomas Funke (SPD). ewa

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