Kleidung für Lokalpatrioten wie Däömerske Schäöpkes und Kirmeskinder

rnMünsterländer Couture

Die Vredener Firma CAD stellt „Münsterländer Couture“ her, also T-Shirts, Pullover und Taschen mit Vreden-Bezug, plattdeutschen Sprüchen und Erkennungszeichen für Lokalpatrioten.

Vreden

, 19.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Riesenrad, die Silhouette von Vreden und darunter der Spruch: „Kind der Kirmes“. Mit so einem T-Shirt können sich Vredener Kirmes-Fans seit einigen Monaten zu erkennen geben. Aber auch als Köckelwicker Deerne, Däömerske Schäöpkes oder Ottenstenske Wottel kann so ein Kleidungsstück den Träger outen.

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Hinter dieser „Münsterländer Couture“ steckt die Vredener Firma CAD Creativity and Design. Geschäftsführer Florian Roth kommt zum Pressegespräch auf dem Hof auch direkt mit passendem Outfit. „Holl die kreggel“ heißt es auf seinem T-Shirt, die Tasche lädt schriftlich ein zu einem Bummel durch den Butenwall.

Vredener Firma CAD bedruckt die Kleidung

Die Idee ist aus einer Laune heraus entstanden. „Wir wollten schon länger in den Bereich der Textil-Veredelung gehen. Eigentlich vor allem für Malerbetriebe, Installateure oder andere Handwerker. Aber dann sind uns plötzlich ganz viele Dinge eingefallen, die man auf Kleidung drucken könnte“, erinnert sich Florian Roth.

Die Pullover gibt es auch mit den Aufschriften „Dat is Murks“ oder „Bummelfietse“.

Die Pullover gibt es auch mit den Aufschriften „Dat is Murks“ oder „Bummelfietse“. © CAD

Einen Online-Shop hatte die Firma bereits und so war die passende Infrastruktur schnell geschaffen. Die Maschinen für den Druck auf Textilien hat sich das Unternehmen gekauft. „Aber damit produzieren wir ja nicht nur die Münsterländer Couture“, sagt Florian Roth. Das ist nämlich nur ein Nebengeschäft und soll es auch bleiben.

Hauptgeschäft ist die Werbung an Lkw

Normalerweise stellt CAD in der Halle im Industriegebiet Gaxel zum Beispiel bedruckte Folien und Aufkleber her. Auch die Werbetechnik, Folierungen für Autos und der Digitaldruck gehören zum Geschäft. Das größte Feld ist das Bedrucken von Teilen für Lkw-Auflieger mit Firmenlogos und Werbesprüchen.

Gerade erst hat das Unternehmen Aufkleber zur Abstandsregelung an Einzelhändler verschenkt. Mit der Aktion sind schon mehr als 500 Euro an Spenden zusammengekommen. Das Geld wird an die Sternenläufer übergeben, die ja wegen des Coronavirus auch gerade nicht laufen können.

Plattdeutsche Sprüche und passende Motive

Bei den T-Shirts, Pullovern und Taschen können die fünf Mitarbeiter in der Design-Abteilung bei CAD jetzt so richtig kreativ werden. Die Motive entstehen nämlich alle in Vreden und da dauert es auch schonmal ein paar Wochen, bis alle Beteiligten zufrieden sind.

„Wir bekommen auch sehr viele Ideen von unseren Kunden, die sich ein bestimmtes Motiv oder einen Spruch wünschen. Das setzen wir dann auch gerne um, wenn wir es danach in den Shop aufnehmen können“, sagt Florian Roth.

Vor allem viele plattdeutsche Sprüche finden sich im Angebot. „Loat di nee hossebossen“ zum Beispiel. Oder: „Dat kaas in’n Schosteen schriewen“. Oder: „Schlogh di am Büel“. Oder ganz simpel: „Dat is Murks“

„Grewwel“ steht auf dieser Variante des Pullovers.

„Grewwel“ steht auf dieser Variante des Pullovers. © CAD

„Da ist es manchmal gar nicht so einfach, die richtige Schreibweise zu finden“, sagt Florian Roth lachend. Schließlich sei plattdeutsch vor allem eine gesprochene Sprache und selbst diejenigen, die sie fließend sprechen, haben sich selten schon einmal über die Rechtschreibung Gedanken gemacht.

Kinderkleidung soll der nächste Schritt sein

Die Sprüche und die passenden Bildchen druckt die Firma dann auf T-Shirts, Pullover oder Taschen in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen. Die Textilien werden zugekauft. „Wir achten da wirklich auf eine gute Qualität. Das ist alles 100 Prozent Bio-Baumwolle“, sagt Geschäftsführer Florian Roth.

Ein T-Shirt gibt es ab 25 Euro, ein Hoodie kostet 60 Euro, die Taschen liegen je nach Ausführung zwischen 15 und 18 Euro.

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Im November 2019 ist die Münsterländer Couture mit dem Online-Shop an den Start gegangen. Zu Beginn gab es vor allem Vredener Motive, doch nun sollen auch immer mehr Designs für das ganze Münsterland dazu kommen. In rund zwei Wochen sollen die Kunden zudem die Möglichkeit bekommen, ihre Shirts zu personalisieren. Zum Beispiel mit den Koordinaten vom Kirchdorf oder der Stammkneipe.

Der nächste Schritt soll dann auch Kinderkleidung sein. „Da sind wir gerade auf der Suche nach hochwertigen Textilien“, erzählt Florian Roth. „Und dann brauchen wir noch die passenden Designs, die auch in klein noch gut funktionieren.“

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