Musikalische Hommage an Ben Hur und die Päpstin

Konzert "Filmmusik Gottes"

Peter Lütkemeier atmet durch. Das kleine Pressegespräch in einem Vredener Café bietet ihm und seinen Mitstreitern einen Moment des Innehaltens. Denn ansonsten beherrscht die Macher eines musikalischen Großereignisses derzeit eher das Gefühl, mittendrin zu stecken in einem rasanten Endspurt.

VREDEN

, 28.08.2015, 19:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
120 Stimmen vereinen sich im Projektchor zu einem, so die Veranstalter, „mitreißenden Ensemble“.

120 Stimmen vereinen sich im Projektchor zu einem, so die Veranstalter, „mitreißenden Ensemble“.

Die Ziellinie kommt langsam in Sicht: "Die Filmmusik Gottes" erfüllt am Freitag, 11. September, ab 19 Uhr die St.-Georg-Kirche in Vreden. Wie ist der Stand der Vorbereitungen? "Sie laufen auf vollen Touren", sagt Peter Lütkemeier. Die Aktiven des Vereins Filmmusikfest Vreden haben alle Hände voll zu tun, um alle organisatorischen Herausforderungen zu stemmen.

Es gibt viel zu bedenken rund um eine Veranstaltung, die einen so besonderen Schauplatz haben wird. Das gilt für die Technik, das gilt für die sogenannte Infrastruktur bis hin zu Toilettenanlagen. Das gilt aber noch mehr für die inhaltlichen Vorbereitungen.

Mitreißender Projektchor

"Der Projektchor hört sich schon total mitreißend an", berichtet Peter Lütkemeier von einem Probenbesuch. 120 Stimmen vereinen sich, um die großen Stücke aus Kinofilmen mit religiösen Bezügen zu singen - von Ben Hur bis Jesus Christ Superstar, von El Cid bis Die Päpstin. "Das ist anspruchsvoll", so Lütkemeier. Die "German Gospel Singers" üben fleißig unter der Leitung von Albert Göken.

Wenn es um die Musik geht, kommt Peter Lütkemeier in begeisterte Vorfreude. Er kennt die musikalischen Akteure, und er weiß ihre Klasse auch einzuordnen: "Das ist ein Ereignis mit Großstadtniveau. Wir sind schon gefragt worden, ob wir dieses Programm nicht auch in Essen spiele können."

Herausforderung und Koordination

Viel gab es vorzubereiten. Und zu finanzieren: Es war nicht nur eine organisatorische Herausforderung, Partituren in den USA zu erwerben. Es erfordert auch finanzielles Engagement des Vereins. Vieles läuft im Vorfeld bei Peter Lütkemeier und seinen Mitkämpfern zusammen. Chor, Orchester und Dirigent wollen koordiniert sein. Dass Helmut Imig als bekannter Filmdirigent das Konzept des Vereins gut findet, sei ein Glücksfall. Denn deshalb unterstütze er die Vredener sehr.

Der Verein rührt jetzt die Werbetrommel auf allen ihm möglichen Ebenen. Denn ohne Marketing würde sich das Kirchenschiff von St. Georg kaum in der Zahl füllen, die den Organisatoren die berühmte "schwarze Null" bescheren würde. "Wir haben für die Pressearbeit auch in der niederländischen Nachbarschaft Kontakt zu Rundfunk und Printmedien geknüpft."

Auf Spenden angewiesen

Die Finanzierung eines solchen Events ist nicht leicht. Der Verein ist auf Spenden angewiesen - "das ist eine Non-Profit-Geschichte", und da würde sich Peter Lütkemeier sicher freuen, wenn mancher neue Förderer sich zum Kreis der Unterstützer gesellen würde. Dann Kultur sei eben auch ein Standortfaktor - nur dass er als solcher noch oft unterschätzt werde.

Der Vorverkauf ist angelaufen, und auch das Essen ist in Vorbereitung, denn an diesem Abend soll es neben den musikalischen Genüssen auch solche für den Gaumen geben: gleich nebenan auf dem Achterhook, und schon ab 18 Uhr. Ein großes Lob gibt es nicht zuletzt für die Unterstützung, die die Kirchengemeinde dem Großprojekt schenkt. Und auch mit ihr müssen schließlich viele Fragen abgestimmt sein. Es soll ja schließlich alles passen: am 11. September, wenn der Endspurt vorbei und die Ziellinie erreicht ist.

Veranstaltungsdaten

Die Filmmusik Gottes ist der Abend am 11. September überschrieben, an dem die Bergischen Symphoniker und der 120 Köpfe starke Projektchor „German Gosple Singer“ unter Dirigent Helmut Imig ab 19 Uhr in St. Georg auftreten. Auf dem Programm stehen Stücke aus zwölf Kinofilmen, die das Thema der Beziehung zwischen Menschen und Gott aufgreifen. Das Spektrum reicht von „Die zehn Gebote“ aus dem Jahr 1956 bis zu „Die Päpstin“ von 2009.  „Biblische Speisen“ für das leibliche Wohl warten ab 18 Uhr auf dem Achterhook.

Eine Ausstellung von Originalbildern aus dem „Stadtlohner Kreuzweg“ des Künstlers Uwe Esperester rundet das kulturelle Angebot des Abends ab. Karten zum Preis von 28 Euro gibt es an folgenden Vorverkaufsstellen: Vreden: Stadtmarketing und Buch Schaten; Stadtlohn: Bürgerbüro und Buchhandlung Bücherzeit; Ahaus: Ahaus Marketing & Touristik und Buchhandlung Schaten; Gescher: Glockenmseum und „Ihr Buchladen“; Winterswijk: Winterswijk Marketing/VVV.

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