Nach 88 Jahren gibt es eine neue Fahne

Heimat- und Schützenverein Ammeloe

Die Schützen machen sich bereit. Die fünf Fahnenträger marschieren voran und der Pastor folgt als letztes mit seinen Messdienern. Die Kirche ist voll und alle warten gespannt auf die Segnung der neuen Fahne des Heimat- und Schützenvereins.

AMMELOE

von Eva Terbrack

, 22.05.2016 / Lesedauer: 3 min

Eine Fahne ist das Markenzeichen jedes Vereines und muss gehegt und gepflegt werden. 1928 bekamen die Ammeloer Schützen ihre erste Fahne, die nun nach 88 Jahren ihren Dienst getan hat. Denn am Samstag wurde die neue Schützenfahne feierlich gesegnet und offiziell an die Fahnenoffiziere übergeben.

Für Pfarrer Otto Kurt ist es auch die erste Segnung einer Schützenfestfahne. Mit Weihwasser segnet er die Fahne auf dem Altar in der St.-Antonius Abt Kirche, die vom Offizier Theo Träger gehalten wird. Die Schützenfestfahne wurde in Handarbeit von der Caritas Werkstatt in Nordkirchen gefertigt und zeigt auf der einen Seite das Wappen des Heimat- und Schützenvereins und auf der anderen Seite das Dorf mit den Ammeloer Kring.

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Fahnenweihe in Ammeloe

Die Schützen in Ammeloe weihen ihre neue Fahne.
22.05.2016
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© Foto: Eva Terbrack
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Die neue Fahne des Heimat- und Schützenvereins.© Foto: Eva Terbrack
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"Die neue Fahne ähnelt der alten in keiner Weise. Ammeloe hat sich natürlich enorm vergrößert im Vergleich zu damals und der Spruch "Ein gutes Gewehr ist des Schützens Herr" trifft auch nicht mehr zu", erklärt Heinrich Dechering vom Vorstand des Schützenvereins. Er war verantwortlich für das neue Design der Fahne und wählte bewusst nur den Text "Heimat- und Schützenverein Ammeloe", denn die Bedeutung einer Fahne für einen Schützenverein hat sich im Laufe der Jahre verändert.

Symbol der Fahne

Früher hatte ein Schützenverein den Zweck etwas zu schützen. Die Menschen im Mittelalter hatten zu kämpfen mit Plünderern und gründeten darum zusammen einen Verein, der einer Bürgerwehr ähnelte.

Orientierung geben

Auch die Fahne hatte ihren Zweck. Im Kampf diente sie ursprünglich zur Orientierung für die Soldaten. Doch im Laufe der Jahre wurde sie immer mehr zum Heiligtum und war nicht einfach austauschbar. Jede Fahne musste einzeln gesegnet werden und stand damals für Ehre und Treue.

"Heute ist die Fahne ein Symbol für den Zusammenhalt der Schützen" , erklärt Heinrich Enxing vom Vorstand. Auch für Pfarrer Kurt Otto hat die Fahne und das Schützenfest einen Gemeinschaftschaftcharakter. "Es macht das Dorf zum Dorf. Alle kommen wieder zusammen und sind beim Schützenfest dabei".

Nach der feierlichen Segnung der Fahne am Samstag, marschieren die Fahnenoffiziere wieder voran Richtung Kriegerehrenmal. Alle Schützen stellen sich in Reih und Glied auf und zur Ehre der Toten wird der Zapfenstreich auf dem Platz am Ehrenmal gespielt.

Marsch zum Festzelt

Nachdem Oberst Clemens Lösing nochmal alle Gäste und Schützen begrüßt, geht der Marsch weiter in das Festzelt, wo zusammen mit den eingeladenen Freunden vom Schützenverein Wennewick und Besuchern auf die neue Fahne angestoßen wird. Den ersten Einsatz bekommt die Schützenfahne auf dem Ammeloer Schützenfest ab Donnerstag, 26 Mai, also am Fronleichnamstag.

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