Neue Gasleitung in der Bahnhofstraße Vreden in besonderer Lage verlegt

rnAusbau der Gasleitung

Die Vredener können sich über eine neue Gasleitung freuen. Mit einem speziellen Verfahren wurde mehr als sechs Meter tief gebohrt. Die Bewohner bekamen von den Arbeiten wenig mit.

Vreden

, 03.12.2019, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ungewöhnlich viel Trubel herrschte am Sonntag auf der Bahnhofstraße in Vreden – genauer gesagt zwischen dem Kreisverkehr um Bahnhofstraße, Up de Bookholt und der Winterswyker Straße und der Kreuzung zur Straße Butenwall. Der Grund: Thyssengas erneuerte seine Gasleitungen und bohrte mehr als sechs Meter tief in die Erde.

„Wir hoffen, dass wir die Kirchgänger, die am Sonntagvormittag in der Stadt unterwegs waren, nicht gestört haben“, sagt Werner Hasken, Projektleiter Leitungsbau beim Fernleitungsnetzbetreiber, der für die Baustelle verantwortlich ist. Man habe sich den Sonntag ganz bewusst ausgesucht, weil an diesem Tag weniger Verkehr herrscht. „Insgesamt ist alles reibungslos gelaufen. Ein Sicherheitsposten hat die Autofahrer geleitet“, berichtet Werner Hasken. Für die Maßnahmen wurde eine Umleitung errichtet.

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Was wurde gemacht? Nachdem Thyssengas bereits im Vorhinein mit den vorbereitenden Arbeiten für ein aufwendiges Spülbohrverfahren an der Bahnhofstraße begonnen hatte, wurde nun die neue Gasleitung eingezogen.

Beim Spülbohrverfahren erfolgt die Steuerung der Bohrung durch das Drehen des abgewinkelten Pilotbohrkopfes in einem Bohrloch. Letztendlich schneidet ein Wasserstrahl einen unterirdischen Hohlraum. Eine Bohrsuspension strömt in der Folge mit hohem Druck aus dem Bohrkopf, lockert das Erdreich sowie Steine und fördert das Bohrklein aus dem Bohrloch.

Neue Gasleitung in der Bahnhofstraße Vreden in besonderer Lage verlegt

In Vreden wurde das Spülbohrverfahren (Symbolbild) angewendet. © Thyssengas


„Die besondere Lage in Vreden ist, dass die Leitung mit der Berkel und dem Ausbach gleich zweimal unterhalb von Gewässern langläuft. Das ist insofern außergewöhnlich, weil sonst Leitungen unterhalb von Straßen verlegt werden“, erklärt Werner Hasken. Somit wären die Rohre anfälliger und wären mehr den äußeren Einflüssen ausgesetzt.

Neue Gasleitung in der Bahnhofstraße Vreden in besonderer Lage verlegt

Mit schwerem Gerät und großen Baufahrzeugen wurde in der Vredener Bahnhofstraße gearbeitet. © Thyssengas

Insgesamt wurde die neue Pipeline über eine Länge von 175 Metern verlegt. Dafür wurde auf einer Gesamtlänge von 285 Metern gegraben. Die Leitung besteht aus Spezialstahl und hat einen Durchmesser von 100 Millimetern. Während der gesamten Bauphase war die Gasversorgung in der Region vollumfänglich gewährleistet.

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Der Grund für die Neuverlegung war das Alter der vorherigen Leitung. Seit 1952 bestand die alte Verbindung. „Daher herrschte hierbei dringender Bedarf, die Leitung zu erneuern. Mit der Zeit entstanden Korrosionsschäden“, beschreibt der Projektleiter Leitungsbau, der die Erneuerung der Pipeline auch als „Schutzmaßnahme“ bezeichnete.

Restarbeiten kurz vor Weihnachten geplant

Nach Fertigstellung wird die Leitung mit einem Druck vom maximal 16 bar betrieben. Der weitere Plan ist nun, regelmäßig zu prüfen, ob die neue Leitung intakt ist. Dazu werden Sachverständige vor Ort die Situation regelmäßig unter die Lupe nehmen.

Letzte Restarbeiten werden in der 51. Kalenderwoche vorgenommen, sagt Werner Hasken. Man hoffe, noch vor Weihnachten mit allem fertig zu sein. Spätestens in der ersten oder zweiten Januarwoche soll alles erledigt sein.

Thyssengas GmbH

  • versorgt über an das Gastransportsystem angeschlossene Verteilnetz Haushalte sowie Industrie- und Gewerbebetriebe in Vreden.
  • Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund ist ein konzernunabhängiger Gasnetzbetreiber und zählt zu den führenden deutschen Erdgastransportnetzgesellschaften.
  • Im Kerngebiet Nordrhein-Westfalen verfügt das Unternehmen über sieben Niederlassungen und betreibt ein rund 4200 Kilometer langes Gastransportnetz.
  • Über dieses weitläufige Transportsystem werden bis zu 100 Milliarden Kilowattstunden Erdgas zu Verteilnetzbetreibern, Industriebetrieben und Kraftwerken transportiert.
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