Neue Plätze für Kita-Kinder in bestehenden Einrichtungen

Planungen nehmen Gestalt an

Das Votum konnte negativ ausfallen, weil die Nachricht positiv war, die der Erste Beigeordnete Bernd Kemper in den Bildungsausschuss mitgebracht hatte: Die Stadt braucht keinen neuen Standort für einen Kindergarten. Es gelingt auch so, neue Plätze einzurichten.

VREDEN

, 29.06.2016, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Plätze für Kita-Kinder in bestehenden Einrichtungen

Neues Leben wird bald in das alte Gebäude einziehen: Die Kindertagesstätte „Der kleine Prinz“ des DRK kehrt an die Straße „Am alten Stadtgraben“ zurück – in Gestalt einer Nebenstelle für zwei Gruppen.

Dazu erweitern bestehende Einrichtungen in Absprache mit der Stadt ihre Kapazitäten. „Es ist jetzt eine konkrete Lösung gefunden worden“, sagte Bernd Kemper. Die Stadt habe unter anderem mit dem Deutschen Roten Kreuz gesprochen. Es habe sich bereit erklärt, in einem Gebäude am Alten Stadtgraben eine Nebenstelle der Kindertagesstätte „Der kleine Prinz“ einzurichten. Darüber sei auch in Gesprächen mit dem Eigentümer ein positives Ergebnis erzielt worden.

„Die Planung wird so umgesetzt, wie es vom Kreisjugendamt aus vorgesehen ist“, berichtete der Erste Beigeordnete. Dadurch könnten zwei zusätzliche Gruppen für den Bereich der Vredener Innenstadt entstehen. Mit Blick auf die Kirchdörfer erläuterte Bernd Kemper weiter, dass es in Ammeloe einen entsprechenden Bedarf gebe. Dort sei eine Wohnung angemietet worden, die eine Gruppe aufnehmen könne. Sie befinde sich direkt gegenüber dem Kindergarten. Kirchengemeinde und Kindergarten seien mit dieser Lösung einverstanden: „Die Kirchengemeinde war sofort bereit, uns zu helfen.“

Die Umsetzung der Maßnahmen könne sehr schnell erfolgen, zeigte Bernd Kemper den entscheidenden Vorteil dieser Vorgehensweise auf: „Das lässt sich bereits zum 1. August dieses Jahres realisieren. Und der Bedarf vor Ort ist damit gedeckt.“

Stadt ist in Gesprächen

Darüber hinaus zeigte Kemper auch noch eine weitere Möglichkeit auf. Um den Bedarf an Kindergartenplätzen in der Vredener Innenstadt mittelfristig vollständig zu decken, sei die Stadt in Gesprächen. Der Erste Beigeordnete stellte in Aussicht, dass zum Beginn des Kindergartenjahres 2017/18 somit ein weiteres Angebot in der Innenstadt geschaffen werden könnte.

Gisela Huning (CDU) lobte, dass der kurzfristige Bedarf nun schnell gedeckt werden könne. Gleichzeitig zeichneten sich weitere Perspektiven für die Innenstadt ab. Mehr Transparenz im Vergabeverfahren forderte Dietmar Lütkemeyer (FDP) für die Zukunft. Andernorts gebe es dafür eigene Verfahren. Probleme sah er in der Parkplatz- und der Verkehrssituation für den Kindergarten am Alten Stadtgraben. Was die Neubaugebiete betrifft, sollte die Schaffung von Kindergartenplätzen berücksichtigt werden. Bernd Kemper entgegnete, dass die von Dietmar Lütkemeyer erwähnten Vergabeverfahren im vorliegenden Fall nicht anzuwenden seien. Diese seien bei neuen Kindergärten üblich. Jetzt gehe es um Erweiterungen bestehender Einrichtungen, die kurzfristig realisiert werden sollen.

Flüchtlingskinder

Helma Benke (Grüne) wies darauf hin, dass die Flüchtlingskinder in den aktuellen Zahlen nicht enthalten seien. Zu dieser Frage erklärte Brigitte Sicking, Leiterin des Fachbereichs Soziales, dass die Aufnahme von Flüchtlingskindern in die Kindertageseinrichtungen inzwischen gut geregelt sei.

Bei einer Gegenstimme von Seiten der FDP stimmte der Ausschuss dafür, den Antrag abzulehnen, einen neuen Kindergarten-Standort zu suchen und zu schaffen.

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