Rat zurrt Zonen fest für Windkraft

Planung ohne Crosewicker Feld

Die Prozedur war denen schon vertraut, die sich ihr unterziehen mussten. Doch um der Rechtssicherheit willen unterzogen sich ihr alle, die von einer Befangenheit in Sachen Windkraft betroffen sein könnten, wenn es um die Flächennutzungsplanung dafür geht.

VREDEN

, 06.07.2016, 18:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rat zurrt Zonen fest für Windkraft

Der neue Teilflächennutzungsplan enthält vier Zonen, in denen neue Windkraftanlagen entstehen können.

So war Bewegung vorprogrammiert in den drei Sitzungen am Dienstagabend im Vredener Ratssaal: Sowohl im Bauausschuss, als auch im Rat lichteten sich bei diesem Punkt die Reihen. Und die Frage der Rechtssicherheit der Planung wurde mehr als einmal beschworen.

Schwarzer Peter für niederländisches Militär

Ein hohes Gut, für das die Investoren aus dem Raum Ellewick-Crosewick ihre Hoffnungen begraben mussten, dass ihre Windkraftzone doch noch im ersten Anlauf in den neuen Plan hineinrutscht. Zufrieden damit zeigte sich niemand. Den schwarzen Peter erhielten diejenigen, um deren Interessen willen diese Zone gekippt wurde – die niederländischen Militärs in Eibergen. Ihre Bedenken gaben zwar den Ausschlag. Doch Freunde haben sich mit der Art und Weise der Kommunikation zumindest in Vreden politisch nicht gemacht. 

Ratsherr Gerd Welper (Grüne) brachte es sehr deutlich auf den Punkt: „Da wurde fünf Jahre lang Zeit und Geld anderer Leute verschwendet. Sie hätten es eher sagen können.“

Doch auch er sah sich wie die anderen verbliebenen Ausschuss- und Ratsmitglieder gezwungen, am Ende einer Planung ohne die Windkraftzone Crosewicker Feld zuzustimmen: „Um die Gesamtplanung nicht zu gefährden.“ Er sprach sich gleichzeitig dafür aus, die Tür für diese Zone dennoch weiter offenzuhalten: „Vielleicht ändert sich in Zukunft noch etwas und es findet sich ein Weg zum Konsens.“

Vorläufiger Schlusspunkt

Damit sprach er wohl auch für die meisten anderen überhaupt noch stimmberechtigten Mitglieder. Der Bauausschuss stimmte bei einer Enthaltung für die Planung mit den verbliebenen Windkraftzonen Lüntener Feld/Ammeloe, „Südlich des Munitionsdepots“, Köckelwicker Feld und Doemer Feld, der Rat anschließend in zweiter Sitzung geschlossen. Damit setzten beide Gremien einen vorläufigen Schlusspunkt unter die Bemühungen, der Windkraft in Vreden ausreichend Platz einzuräumen. Auf der Ebene der Bebauungspläne sind die Pläne für die neuen Anlagen bereits weit gediehen, um noch den gesicherten Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes nutzen zu können.

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