Regnerische Ruhe und magische Ecken im Schwatten Gatt in Vreden

rnNaherholungsgebiet Schwattet Gatt

Ein Wald mit knorrigen Kiefern, Heide und im Zentrum ein Seerosenteich. Wer im Naherholungsgebiet Schwattet Gatt in Vreden spazieren geht, findet magische Ecken und totale Ruhe.

Lünten

, 08.07.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist Sonntag. Vor einigen Tagen habe ich in meinem Kalender für heute eingetragen: Schwattet Gatt, Vreden. Also schwinge ich mich in Ahaus aufs Fahrrad und radle los. Während es über den Vredener Dyk Richtung Ottenstein geht, wird der Himmel immer grauer. Und kaum habe ich die St. Georg Kirche links hinter mir gelassen, fängt es an zu regnen. Na super.

Ein Weg aus Holzplanken führt den Besucher durch das Schwatte Gatt.

Ein Weg aus Holzplanken führt den Besucher durch das Schwatte Gatt. © Christin Lesker

Ich fahre über die Lüntener Straße weiter, biege links in Sand ab. Schon jetzt kleben meine Haare vom Regen an der Stirn. Ich bin nass, als ich am Parkplatz mit der großen Infotafel ankomme, aber dafür bin ich ganz alleine. Das Fahrrad schließe ich ab, denn von hier geht es nur zu Fuß weiter. Daran erinnert mich neben einem Schild die große Holzabsperrung.

Frösche, Seerosen und totale Ruhe

Der kleine Rundweg im Naturschutzgebiet beginnt auf einem Trampelpfad. Von den Blättern der Bäume am Wegrand tropft der Regen und es riecht nach Nadelholz und frischer Sommerluft. Als der Regen nachlässt, zwitschern überall die Vögel. Und das ist alles was ich höre. Sonst ist es hier am Schwatten Gatt ganz ruhig.

Das Schwatte Gatt hält schöne Details bereit, wenn man nur richtig hinschaut.

Das Schwatte Gatt hält schöne Details bereit, wenn man nur richtig hinschaut. © Birgit Göring

Nach einer leichten Kurve geht der Waldweg in einen Steg über. Auf dem nassen Steg liegen Blätter, es ist glatt. Dann lichtet sich der Wald und hinter dem nächsten Busch taucht der Seerosenteich auf. In der Wasseroberfläche, die fast vollständig von Seerosen bedeckt ist, spiegeln sich die umliegenden Kiefern.

Der See ist komplett bedeckt mit Seerosen.

Der See ist komplett bedeckt mit Seerosen. © Christin Lesker

Die großen, weißen Seerosen strahlen förmlich, als der Regen aufhört und die Sonne heraus kommt. Jedes Mal, wenn ich dem Ufer näher komme, hüpfen einige Frösche in den Teich und blau-schimmernde Libellen tanzen in der Luft.

Magische Ecken überall

Auf den Wegen streife ich noch ein wenig durch die Heidelandschaft und den umliegenden Wald. So langsam bin ich wieder trocken und fühle mich richtig erholt. Als ich zurück zum Fahrrad laufe, treffe ich Norbert und Ulrike, die ihren Nachnamen nicht nennen wollen. Sie erzählen mir, dass sie in der Nähe wohnen und fast jeden Sonntag am Schatten Gatt spazieren gehen. „Es ist so schön, wenn die Seerosen blühen“, meint Norbert.

Die Seerosen sind bei jedem Wetter ein Hingucker.

Die Seerosen sind bei jedem Wetter ein Hingucker. © Christin Lesker

Meine Bekannte Birgit Göring hatte mir zuvor Bilder vom Schwatten Gatt am Morgen gezeigt. Sie kommt manchmal schon um fünf Uhr morgens her und macht Fotos. „Die knorrigen Kiefern und das Wasser mit seinen Spiegelungen. Das sind früh morgens diese Augenblicke, die sind mit nichts zu vergleichen“, berichtet sie dann begeistert.

Ein Weg aus Holzplanken führt den Besucher durch das Schwatte Gatt.

Ein Weg aus Holzplanken führt den Besucher durch das Schwatte Gatt. © Christin Lesker

Ihre Fotos vom Schwatten Gatt im Morgengrauen sehen toll aus. Aber nun im Regen muss ich feststellen: dieser Ort hat wohl zu jeder Zeit und bei jedem Wetter seinen Reiz. „Dort gibt es diese magischen Ecken“, findet Birgit Göring und sie hat recht.

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