Reitplatz für Felicitasschüler umstritten

06.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden Ein überdachter Reitplatz auf der Straße «Zur Hünenburg», auf dem die Kinder der St. Felicitas-Förderschule ein therapeutisches Reitangebot nutzen könnten? Geteiltes Echo löste dieser Antrag eines Vredeners bei den Mitgliedern des Bauausschusses am Donnerstag aus.

Während SPD, UWG und Grüne sich einig waren, dem Projekt das Einvernehmen erteilen zu wollen, lehnte die CDU es aus baurechtlichen Erwägungen ab. Sie folgte der Begründung der Verwaltung. Sie gab zu bedenken, dass ein Reitplatz die Bebauung der anderen Grundstücke unter Umständen verhindere. Die Halle weiter nach hinten zu verlagern, sei nicht zulässig, da der Bereich dem Naturschutz vorbehalten sei, wie Fachbereichsleiter Joachim Hartmann erläuterte.

Diese Argumente konnten Reinhard Laurich (SPD) nicht überzeugen. «Wir geben Millionen aus. Hier haben wir ein Angebot, das uns nichts kostet und sind der Verhinderer, obwohl der Kreis sein o.k. gibt?» Eine von der CDU befürchtete Nutzung über die vom Antragsteller angegebenen 15 Stunden hinaus dürften das Projekt nicht zum Scheitern verurteilen. «Das kann man alles per Vertrag regeln», so Laurich.

«Ich bin überrascht von der 180-Grad-Wendung der Verwaltung», meinte auch Gerhard Welper (Grüne) mit Blick auf die positive Reaktion in einer vorangegangenen Sitzung. «Das ist die richtige Stelle für das Projekt», gab er zu bedenken. Dass die Kinder von der Schule dorthin laufen könnten anstatt mit dem Bus nach Oeding fahren zu müssen, könne der Stadt sogar Kosten ersparen, ergänzte Elmar Kampshoff (UWG).

Verwaltung soll prüfen

«Es schlagen zwei Seelen in meiner Brust. Ich beurteile das therapeutische Reiten positiv. Sachlich gesehen fügt sich das Projekt aber baulich nicht in den Bereich ein», bedauerte Agnes Schültingkemper (CDU).

Ein Kompromissvorschlag von Bürgermeister Hermann Pennekamp konnte die aufgebrachten Gemüter schließlich zwar besänftigen, aber letztlich nicht zufrieden stellen. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob wegen der starken Lärmbelastung durch die Umgehungsstraße überhaupt weitere Häuser gebaut werden können. Dann will man weiter sehen. kh

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