Rumpelstrecke L 608 wird saniert und verbreitert

Zwillbrocker Straße

Mit diesem Zustand soll bald Schluss sein. Doch noch rumpeln die Reifen über den rissigen Asphalt. "Straßenschäden" warnt ein Schild. Der Fahrer des großen LKW mag allerdings weniger als der des entgegen kommenden PKW von den Schäden in dem grauen Band spüren, das sich zwischen Zwillbrock und Vreden durch die Landschaft zieht.

VREDEN

, 01.03.2016, 17:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Zwillbrocker Straße: Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat jetzt angekündigt, die arg strapazierte und in die Jahre gekommene Fahrbahn dieser wichtigen überörtlichen Verbindungsstraße umfassend sanieren zu wollen.

Die Zwillbrocker Straße: Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat jetzt angekündigt, die arg strapazierte und in die Jahre gekommene Fahrbahn dieser wichtigen überörtlichen Verbindungsstraße umfassend sanieren zu wollen.

Eng wird es öfters auf der Landstraße 608, denn sie bindet auch das Industriegebiet im benachbarten niederländischen Groenlo an das deutsche Fernstraßennetz an - da wundert es nicht, dass täglich viele LKW mit den gelben Nummernschildern des Nachbarlandes dort unterwegs sind und mit dafür sorgen, dass der Zahn der Zeit am Straßenbelag heftig nagt.

Die Zwillbrocker Straße soll nun ausgebaut und saniert werden. Auf einer Länge von rund sieben Kilometern von der Höhe der Ringstraße bis nach Zwillbrock sind die Baumaßnahmen für die Straße, die später zur L 608 wird, ausgeschrieben. Die Gesamtkosten des Bauprojekts inklusive geplanter Sanierungsarbeiten zweier Brückenbauwerke sollen rund eine Million Euro betragen.

Vollsperrung geplant

Der Baubeginn ist für Anfang Mai angesetzt. Die Bauzeit soll insgesamt drei Monate betragen. Die Straße wird für die Dauer der Baumaßnahmen nicht befahrbar sein. "Wir werden da unter Vollsperrung arbeiten", sagte Josef Brinkhaus von Straßen NRW, Regionalniederlassung Münsterland. Anders seien diese Baumaßnahmen nicht durchzuführen, eine Befahrung auf einer Spur käme in diesem Fall nicht in Frage: Das Konzept von Straßen NRW sieht eine Erweiterung der Fahrbahnbreite inklusive eines Betonpflasterungsstreifens vor.

Auf rund sechs Meter soll die Fahrbahn insgesamt verbreitert werden. Im Zuge dieser Maßnahmen müssen auch die beiden Brückenbauwerke saniert werden. Laut Brinkhaus soll es sich dabei um die Berkelbrücke und die Schöttelbachbrücke handeln.

Hocheinbau

Gebaut werden soll abschnittsweise und im Rahmen der Vollsperrung sollen frühzeitig entsprechende Umleitungen eingerichtet werden. Welche Umleitungen über welche Strecken eingerichtet werden, dazu konnte Brinkhaus noch keine näheren Angaben machen.

Bei den Baumaßnahmen handelt es sich um einen sogenannten Hocheinbau: Die Fahrbahn wird zehn Zentimeter tief abgefräst, dann wird eine acht Zentimeter hohe, neue bituminöse Tragschicht aufgebracht. Anschließend soll eine sechs Zentimer hohe Binderschicht aufgebracht werden und eine vier Zentimeter hohe Deckschicht. Insgesamt wird die Fahrbahn nach Abschluss der Maßnahme acht Zentimeter höher sein als heute.

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