Sanierung nach neun Monaten abgeschlossen

Bundesstraße 70

Der Besenwagen kommt ganz zum Schluss: Die Sanierung der Bundesstraße 70 im Raum Vreden ist gestern mit den letzten Arbeiten beendet worden. Mit der heutigen Freigabe endet eine neunmonatige Bauphase, die immer wieder für weite Umwege gesorgt hatte.

VREDEN

, 21.04.2015, 18:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bauarbeiten auf der B 70 - Baumwollstraße - sind so gut wie beendet. Heute wird die Straße freigegeben.

Die Bauarbeiten auf der B 70 - Baumwollstraße - sind so gut wie beendet. Heute wird die Straße freigegeben.

Drei große Bauabschnitte hatte sich der Landesbetrieb Straßen NRW vorgenommen. Denn die viel befahrene Bundesstraße hatte dort erhebliche Abnutzungserscheinungen aufgewiesen: im südlichen Teil zwischen Pries und Up de Hacke, im Norden im Bereich Lünten auf zwei Stücken - dort ging es auch um die Abflachung einer Kurve und darum, eine neue Linksabbiegerspur einzurichten.

"Alles geschafft", kam am Dienstag die Meldung aus Coesfeld vom Landesbetrieb. "Das war schon eine sehr große Maßnahme", bekannte dessen Sprecher Josef Brinkhaus.

Aufwand nicht absehbar

Und eine, die auch manche Überraschungen parat hatte. So sei es vorher nicht absehbar gewesen, dass die Arbeiten zwischen Lünten und Alstätte mit einem derartigen Aufwand betrieben werden mussten. Brinkhaus: "Dort gab es bei der Sanierung einen wesentlich höheren Aufwand, als vorher gedacht."

Dies habe dazu beigetragen, dass sich auch die Dauer der Arbeiten verlängert habe - sonst wäre gerade im Bereich der Kurvenabflachung die Arbeiten im letzten Bauabschnitt wesentlich schneller vonstattengegangen, bekannte der Sprecher. Denn dort war es nicht mit einer bloßen Erneuerung der verschlissenen Straßendecke getane. Der gesamte Aufbau musste von Grund auf erneuert werden.

Noch mehr Verzögerungen

Doch es habe auch weitere Umstände gegeben, die zu Verzögerungen geführt hätten. Dazu zählt auch die Frage der Entsorgung. Denn wie sich herausgestellt habe, enthielt die alte Teerdecke Schadstoffe, die einen achtsamen Umgang mit der Altlast erfordert.

Das bedeutete: Untersuchungen mussten zunächst Aufschluss über die Belastung des Materials ergeben. Erst danach habe es fachgerecht entsorgt werden können. Zudem habe es in der Bauphase auch mehrfach einen erhöhten Abstimmungsbedarf gegeben.

Eine Million mehr

Noch ein Blick auf die finanzielle Bilanz der Baumaßnahme. Es wundert nicht, dass das Volumen dafür anders ausfällt, als gedacht - schließlich waren die Arbeiten ja auch umfangreicher. Brinkhaus berichtet: "Rund fünf Millionen Euro flossen an Bundesmitteln, das ist etwa eine Million Euro mehr als ursprünglich geplant."

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt