Sanierungsarbeiten gehen auf die Zielgerade

Zwillbrocker Straße

Die Schilder mahnen die Autofahrer zur Vorsicht. Sie weisen auf Bauarbeiten hin, von denen auf der Landstraße 608 zwischen Vreden und Zwillbrock zurzeit nur wenig zu sehen ist. Das soll sich bald ändern.

VREDEN

, 06.02.2017, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sanierungsarbeiten gehen auf die Zielgerade

Die Sanierung der L 608 zwischen Zwillbrock und Vreden soll nun weitergehen.

Ein paar Sperrbaken stehen am Fahrbahnrand, keine Spur von Baufahrzeugen an dem Streckenabschnitt zwischen dem Abzweig Ellewick und dem Kreisverkehr nahe der Stadt. Dieses Stück kommt jetzt an die Reihe.

"Wir planen, dass der nächste Schritt der Bauarbeiten am morgigen Mittwoch beginnt", berichtete Josef Brinkhaus, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, auf Anfrage unserer Zeitung. Er wies aber gleichzeitig einschränkend darauf hin, dass dies vom Verlauf der Witterung abhängig sei. Für die Autofahrer werden die Arbeiten zunächst noch keine Einschränkungen mit sich bringen.

Leerrohre für Breitbandkabel

"Zuerst geht es um den Radweg vom Kreisel Ringstraße bis zum Abzweig Kreisstraße 41 nach Ellewick", erläuterte Josef Brinkhaus. Dafür ist ein Zeitraum von 14 Tagen angesetzt, in denen der vorhandene Geh- und Radweg gesperrt wird. Wie auf dem Rest der Strecke wird dabei auch ein Leerrohr für die Breitbandverkabelung verlegt.

Im nächsten Schritt kommt die eigentliche Straße an die Reihe. Das soll ab dem 26. Februar geschehen. Die Arbeiten bringen erneut eine Umleitung mit sich, denn für die komplette Erneuerung der Fahrbahn muss eine Vollsperrung erfolgen. Das schließt die Sanierung der Brücken auf diesem Abschnitt ein. Der Weg von Vreden aus nach Ellewick wird dann über die K16 westlich vorbei an Ammeloe und weiter über die K18 und die K41 führen. "Für die Anlieger wird es in Abstimmung mit der Baufirma aber immer möglich sein, ihre Grundstücke zu erreichen", betont Josef Brinkhaus. Er rechnet damit, dass bei optimaler Witterung eine Bauzeit von sechs bis acht Wochen einzukalkulieren ist.

Oft zurückgeworfen

Damit könnten die Arbeiten nun endgültig auf die Zielgerade einbiegen. Immer wieder war die Sanierung der Straße zurückgeworfen worden. Drei Monate Bauzeit hatte der Landesbetrieb Straßen ursprünglich angesetzt. Das war im März vergangenen Jahres. Was dann begann, war auch für die Straßenbauer eine Leidensgeschichte zeitlicher Rückschläge. Ein ganzes Bündel von Ursachen war dafür verantwortlich: Statt wie geplant Anfang Mai rückten die Bagger erst zwei Monate später Anfang Juli an. Die Straßenbauer richteten eine Vollsperrung ein. Sie mache ein schnelleres Arbeiten möglich, hieß es vor sieben Monaten. Wäre es bei den angekündigten drei Monaten Bauzeit geblieben, hätte die Sanierung also im Oktober abgeschlossen sein müssen.

Danach aber änderten sich die Bedingungen für den Ablauf. Viele Anwohner wollten die Möglichkeit nutzen, sich einen Kabelanschluss legen zu lassen - einer der Faktoren für die Verzögerung. Doch stärker bemerkbar machte sich der Mangel an Schotter: Landesweit gab es das Material kaum noch, das auf der Baustelle gebraucht wurde. Die Autobahnen hatten erste Priorität - die Zwillbrocker Straße nicht. So zog sich die Sanierung weiter in den herbst hinein. Im November bekannte der Landesbetrieb, dass es auch bis zum Jahresende nicht klappen würde mit dem Abschluss der Arbeiten. Als zusätzliches Problem hinzugekommen war nun, dass die Baufirma nicht mehr genug Leute für die Baustelle in Vreden zur Verfügung stehen hatte.

Klaglos

Die Vredener nahmen es bislang klaglos hin - trotz der Umleitung, die bis Weihnachten eingerichtet war. Seitdem fließt der Verkehr wieder durchgehend.

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