Schatz hüten und sichern

Vreden Ob ein altes Kötterhaus in den 30er Jahren, Palmsingen in den 50ern oder ein Neubaugebiet - Fotografen haben Ansichten und Szenen aus dem Leben festgehalten. Tausende solcher Fotos finden jetzt ein sicheres «Dach überm Kopf» im städtischen Archiv.

06.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Heimatverein Vreden hat, wie Vorsitzender Dr. Hermann Terhalle sagt, «schon eine außergewöhnliche Sammlung, die es in einer solchen Dichte sonst nicht gibt». Thematisch und räumlich sei sie breiter gestreut als die Sammlungen von Nachbarkommunen - aus zwei Gründen: Schon seit der Gründung 1926 war der Vredener Heimatverein um Dokumentation der Volkskunde bemüht, und durch das Hamalandmuseum vor Ort und Wilhelm Elling als dessen Leiter - und seinerzeit in Personalunion Vorsitzender des Heimatvereins - befinden sich nicht nur Fotos aus Vreden, sondern auch aus dem ganzen Westmünsterland in der Sammlung.

Papierne Zeitzeugen

Ein wahrer Schatz, der mehr als nur gehütet werden muss: Die papiernen, teils noch gläsernen Zeitzeugen müssen gesichtet und eingeordnet werden. Damit ist Dr. Volker Tschuschke, Historiker und Volkskundler aus Vreden, im Auftrag des Heimatvereins Vreden betraut. Eine Aufgabe, die durchaus Spaß macht, dies ist beim Besuch der Sparkassenstiftung zu merken. Markus Thesing und Helmut Severt vom Stiftungsvorstand erfahren von Tschuschke, dass es drei Teile innerhalb der Sammlung gibt. Da sind zum einen die ältesten Dokumente, zum Teil noch Glasplatten. Viele wertvolle Aufnahmen von der Stadt vor der Bombardierung und auch von der in den 50er Jahren einsetzenden Modernisierung. Der zweite Teil ist der rund 4000 Fotos umfassende «Altbestand», seit 1964 von Wilhelm Elling als Kartei erarbeitet, mit vielen Kladden und Umschlägen, aber auch eine parallele Sammlung «grauer», nicht beschrifteter Fotos. 6000 bis 7000 Fotos umfasst allein dieser Teil, schätzt Tschuschke.

Thematisch sortieren

Dann sind da noch die Dokumente, die dem Heimatverein aus Nachlässen oder als Schenkung übergeben wurden, zum Teil sind diese Fotos beschriftet, zum großen Teil nicht. Grob nach Thema sortieren und Gruppen bilden - das hat der Historiker sich für diese Dokumente vorgenommen. Auf 12- bis 15 000 Fotos schätzt er die Sammlung - außergewöhnlich eben. ewa

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