Der Streit um die Besetzung der Leiterstelle der Sekundarschule Vreden hat jetzt auch eine politische Dimension erreicht. © Markus Gehring
Sekundarschule Vreden

Sekundarschule: Streit um Leitungsposten geht in die nächste Runde

Die Sekundarschule Vreden muss weiter auf eine neue Leitung warten. Das Verwaltungsgericht hat die Entscheidung der Bezirksregierung einkassiert. Wie es jetzt weitergeht, ist noch unklar.

Wer wird die Sekundarschule in Vreden künftig leiten? Diese Frage ist – zumindest aus juristischer Sicht – wieder offen. „Die bisherige Auswahlentscheidung der Bezirksregierung ist fehlerhaft“, erklärte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Münster auf Anfrage. Bedeutet: Die Bezirksregierung muss jetzt eine neue Entscheidung „unter Beachtung der Vorgaben des Verwaltungsgerichts“ treffen.

Rückblick: Nach 47 Jahren an der Bildungseinrichtung ging deren Leiterin Gisela Huning im Frühjahr in den Ruhestand – und hinterließ nicht nur große Fußstapfen, sondern auch eine vakante Leitungsposition. Um den Posten bewarben sich im Anschluss zwei Personen.

Vorteil für die interne Bewerberin

Am Ende entschied sich die Bezirksregierung für den externen Aspiranten. Die bereits an der Sekundarschule beschäftigte Person, die ebenfalls ihren Hut in den Ring geworfen hatte, ging leer aus. Sie strengte im Anschluss das Eilverfahren an.

Das Verwaltungsgericht kritisiert nun die Auswahlentscheidung. Es gehe grundsätzlich um eine Bestenauslese. Zwar hatten beide Kandidaten im Besetzungsverfahren die Spitzennote erhalten. Aber: „Bei formal gleichlautenden Bewerbungen gibt die höhere Position den Ausschlag“, hieß es vom Verwaltungsgericht weiter.

Die unterlegene Kandidatin steht hierarchisch über dem externen Bewerber. Dass dieser vor einigen Jahren eine Leitungsposition innehatte, sei hingegen irrelevant. Es zähle der Status quo.

Bezirksregierung entscheidet über das weitere Verfahren

Der Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts bedeutet nicht automatisch, dass die Beschwerdeführerin nun die Stelle bekommt. Viel mehr muss die Bezirksregierung nun eine Entscheidung über das weitere Verfahren treffen. Eine entsprechende Anfrage ließ die Behörde am Montag unbeantwortet.

Eine Beschwerde gegen die Eilentscheidung ist möglich. Außerdem steht der Klageweg offen.

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