Seminar bietet Einführung in die Namenkunde

03.11.2008, 19:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden Die Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes bietet für alle Interessierten am Samstag, 15. November, eine Einführung in die Namenkunde an. "Namen verraten etwas über die geografische Herkunft, die Berufe oder Eigenschaften der Vorfahren und sind, im Falle der Vornamen, unsere ganz aktuelle Visitenkarte", heißt es in der Pressemitteilung.

Nicht bei allen Namen sei die Herkunft so leicht ersichtlich wie bei Müller, Schmidt oder Gerber. Vielmehr bleibe oft der Sinn auf den ersten Blick verschlossen. Um den Sinn herauszufinden, beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Namenkunde, der Onomastik.

Das Geheimnis mancher Namen sei meist deshalb schwer zu erschließen, weil sie sehr alt sind. Ein Familienname könne 600, 700 Jahre alt, ein Ortsname kann 1500 Jahre, ein Flussname 4000 Jahre alt sein. Das heißt, in ihnen stecken Wörter, die heute gar nicht mehr bekannt sind. Und Namen verändern sich im Laufe der Zeit, ihre Schreibweise ist erst in den vergangenen 100 Jahren einigermaßen stabil, wie jeder Familienforscher zu seinem Leidwesen feststellen könne. Die Bedeutung zu entschlüsseln, die jeder Name einmal hatte, aber auch die Verbreitung oder Verwendung bestimmter Namen ist Gegenstand und Aufgabe der Namenforschung. Dabei spielt besonders die regionale Verbreitung von Namen eine Rolle, schließlich stehen einige Namen in Verbindung mit ganz bestimmten Gebieten: Namen wie Ebbing oder Temminghoff, Schulze Brockhoff oder Kleine Wesselmann wird zum Beispiel jeder mit Westfalen in Verbindung bringen.

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