Sirene soll regelmäßig heulen

Vreden Bald heult sie auch, wenn es nicht brennt, die Feuerwehrsirene. Sie heult zu Übungszwecken, damit die Anlagen nicht einrosten.

02.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hermann Schwering, der zuständige Fachabteilungsleiter der Stadtverwaltung, bekam ein einstimmiges Votum des Rates für seinen Vorschlag, zukünftig regelmäßig - eventuell einmal pro Monat - probehalber Alarm auslösen zu lassen. Wie oft und wann genau, darüber soll sich die Stadt noch mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Kreisleitstelle verständigen.

Handlungsbedarf hatte sich aus einem Reparatureinsatz ergeben: Als festgestellt wurde, dass die Alarmanlage auf dem Dach des Alten Rathauses still geblieben war - obwohl sie durch die Kreisleitstelle ausgelöst worden war -, kam der Wartungsdienst und stellte Flugrost an der Sirene fest. Gegen Rost hilft Aktivität, empfahl die Fachfirma. Zwar war der Schaden an der Anlage nicht so groß, doch um größere Schäden zu vermeiden, soll nun regelmäßig ausgelöst werden. In früheren Zeiten, blickte Schwering zurück, sei es üblich gewesen, alle zwei Wochen zu Beginn des Übungsabends der Freiwilligen Feuerwehr um 18 Uhr die Sirenen zu starten. Dieses sei eingestellt worden, weil sich die Bewohner der Innenstadt wegen der Lärmbelästigung beschwert hatten. «Die Funktionstüchtigkeit der Sirene hat aber Vorrang vor Bedürfnissen Einzelner, denn sie kann Leben retten», betonte Hermann Schwering.

Eine Minute lang dauert der Heulton, der dreimal gestartet wird. Sirenenanlagen befinden sich in der Stadt verteilt auf den Dächern des Alten Rathauses am Markt, des Gymnasiums Georgianum an der Zwillbrocker Straße und eines Firmengebäudes von Saueressig an der Gutenbergstraße. ewa

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