Spielplatz soll Zukunft haben

An der Eibergener Straße

Ihr Engagement hatte Erfolg: 196 Vredener hatten sich mit einem Antrag an die Stadt gewandt, um den Spielplatz an der Eibergener Straße vor dem Verschwinden zu bewahren. Dem sollte der Bauausschuss am Donnerstagabend Rechnung tragen.

VREDEN

, 28.04.2016, 19:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spielplatz soll Zukunft haben

Im Moment herrscht eher Tristesse auf dem Spielplatz an der Eibergener Straße. Er soll aufgewertet werden mit Spielgeräten für kleinere Kinder.

Das Gremium war sich einig und folgte dem Vorschlag der Verwaltung: Der Spielplatz an der Eibergener Straße wird in ein Konzept einbezogen, das auch für das Wohngebiet Schulze Wissing und die nördliche Erweiterung gilt. Der weitere Erhalt solle von diesem Konzept abhängen.

Doch bei aller Einmütigkeit gab es auch unterschiedliche Sichtweisen in der Diskussion, die viele Anlieger im Sitzungssaal verfolgten. Hermann Lechtenberg (CDU) konnte den Wunsch der Anwohner gut nachvollziehen. Es gebe dort viele Familien mit Kindern. Die Anwohner könnten mit der vorgeschlagenen Lösung sicher gut leben. Ähnlich sah es auch Hendrik Mulder (FDP): Er forderte jedoch, den Erhalt des Spielplatzes sprachlich im Beschluss deutlicher zu machen. Dem konnten die anderen Mitglieder folgen.

Genau hinschauen

Kritische Töne kamen von Gerd Welper (Grüne). Auch er sprach sich für den Erhalt aus. Grundsätzlich sei es aber wichtig, genau hinzuschauen, ob ein Spielplatz tatsächlich noch ausreichend genutzt würde. "Das ist für die Stadt auch eine finanzielle Frage."

Der Spielplatz stand zwar noch nicht auf der roten Liste. Doch seine Zukunft erschien alles andere als gesichert: Im nahegelegenen Baugebiet Schulze Wissing ist ein eigener Spielplatz vorhanden. Andererseits könnte der Platz an der Eibergener Straße künftig noch eine Rolle spielen - wenn es nördlich davon zum Bau neuer Wohnhäuser kommen sollte. Darauf hatte die Verwaltung selbst in ihrer Vorlage hingewiesen.

Offene Türen eingerannt

Insofern rannten die Nachbarn ein Stück weit auch offene Türen ein mit ihrem Antrag. Obwohl sie einen anderen Eindruck hatten: Die Stadt habe ihnen noch im Januar auf Anfrage mitgeteilt, dass der Spielplatz langfristig aufgegeben werden solle - so sei es im Spielplatzkonzept festgelegt. Auch habe es von Seiten der Stadt geheißen, dass Spielgeräte nun nicht mehr erneuert würden.

Doch die Situation in ihrem Wohngebiet habe sich geändert: Viele junge Familien seien inzwischen hinzugekommen. Dass ein Spielplatz einen hohen Wert besitzt, steht für die Nachbarn außer Frage: "Wollen wir unsere Kinder vom Computer weglocken, müssen wir auch ein gutes Angebot für Bewegung und Spiel machen." Der Spielplatz Eibergener Straße sei so groß, dass Kinder dort auch Fußball spielen könnten. Die Anlieger weisen aber auch noch auf einen anderen Punkt hin: Wer junge Familien zum Kauf älterer Immobilien ermutigen wolle, dürfe einen Kinderspielplatz in dem betreffenden Gebiet nicht aufgeben.

Attraktivität hat gelitten

Weiter weisen die Nachbarn darauf hin, dass die Attraktivität des Spielplatzes in den vergangenen Jahren gelitten habe. Spielgeräte seien nicht mehr erneuert worden, es gebe nur noch ein Tor, eine Schaukel und einen Sandhaufen. In diesem Punkt verspricht die Verwaltung nun eine Verbesserung der Situation: Der Bolzplatz soll bleiben, ansonsten aber Spielgeräte für kleinere Kinder aufgestellt werden. Für größere Kinder gebe es auf dem Spielplatz im Baugebiet Schulze Wissing passende Möglichkeiten.

Die Stadt hatte in der jüngsten Zeit mehrere Spielplätze aufgegeben, die praktisch nicht mehr genutzt wurden. Die betreffenden Flächen sind zum Teil in Baugrundstücke umgewandelt worden.

 

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