Sportvereine ab sofort beim Spiel online

Hamalandhalle

Online gehen: Das ist für viele heute eine alltägliche Selbstverständlichkeit. Damit wachsen aber auch oft die Anforderungen - zum Beispiel an Sportvereine. Gut für diese, wenn sie dabei Unterstützung bekommen, so wie jetzt in Vreden.

VREDEN

, 14.12.2016, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Geschehen spielt in der Hamalandhalle. Der Rundbau stellt die sportliche Heimat für die DHG Ammeloe-Ellewick und den TV Vreden dar, denn dort tragen sie ihre Heimspiele aus. Die Sportler kennen das: Der Verband fordert gerade von den Handballern, dass sie die vielen Details zu jedem Spiel akribisch dokumentieren. Was früher mit Papier eine aufwendige "Zettelwirtschaft" war, hat sich inzwischen dem digitalen Zeitalter angepasst. Direkt vom Spielfeldrand wird der elektronische Spielbericht eingegeben und hochgeladen. "Das eröffnet natürlich auch sehr viele positive Möglichkeiten bis hin zum Liveticker", berichtet Frank Kösters von der DHG.

Wenn es um die Details zum Spielbericht geht, verlangen strenge Anforderungen eine penible Aufarbeitung. Noch an Ort und Stelle wird der Bericht schließlich elektronisch "versiegelt" - durch Schiedsrichter und Offizielle.

Offene Türen

"Da gab es natürlich auch Anfangsschwierigkeiten", erinnert sich Jürgen Depenbrock vom TV Vreden. Inzwischen ist das Ganze eingespielt: Geschulte Vereinsmitglieder tragen Sorge dafür, dass die Berichte nach den Spielen wie angefordert stehen. Sorge bereitete den Verantwortlichen aber etwas anderes: das Hochladen der Daten. "Wir haben zuerst einen Stick gekauft und es damit probiert. Das lief aber nicht", sagt Kösters. Was lag da näher für ihn, als sich an ein örtliches Unternehmen zu wenden, das Erfahrung auf diesem Gebiet hat.

Bei Epcan fand er offene Türen vor. Freies WLAN für die Hamalandhalle: Das war plötzlich keine Zukunftsmusik mehr, sondern wurde schnell zur Realität. Etwas aufwendiger als in einem Privathaushalt muss sich der Laie die Installation aber schon vorstellen: Richtantennen waren erforderlich, Endgeräte und ein sogenannter Hotspot zu installieren und ihre Funktion einzurichten - und auch die Stadt Vreden als Hausherr spielte mit: Sie übernahm die Elektroinstallationen.

Stundenweise Begrenzung

"Für uns war das keine Frage. Wir unterstützen das, denn hier ist ein öffentlicher Raum, in dem das Leben stattfindet", sagt Nils Waning. Der Geschäftsführer der Firma Epcan, die auch den laufenden Betrieb trägt, erklärt das Modell: Zwei Stunden lang können registrierte Nutzer frei ins Netz - so, wie es auch schon am Markt in der Stadtmitte läuft. Die zeitliche Begrenzung sei sinnvoll: Schließlich soll es darum gehen, für Ereignisse in der Halle Online-Kapazität bereitzustellen - und nicht darum, den Stadteingang Süd zu einer Dauerbegegnungsstätte für mobile Surfer zu machen.

Inzwischen hat sich alles eingespielt. "Andere Vereine sind begeistert, wenn sie zu Gastspielen in die Halle kommen", berichtet Kösters. Die Nutzung dürfte sich in Zukunft noch weiter intensivieren, denn es kommen künftig noch weitere Mannschaften hinzu, für die ebenfalls ein elektronischer Spielbericht abzufassen ist: "Zurzeit geht es um fünf bis sechs Begegnungen an jedem Wochenende, aber es wird mehr." Nicht zuletzt deshalb ist die Freude über die Unterstützung bei den beiden Vereinsvertretern groß. Jürgen Depenbrock brachte es so auf den Punkt: "Eine tolle Geschichte."

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