Stadt will Planung an der Goerdeler Straße ändern

Zu nah an der Grenze geplant

Die Stadt will ihre Planung für neue Garagen an der Goerdeler Straße ändern. Sie reagiert damit auf einen Normenkontrollantrag, durch den der bisherige Bebauungsplan zu kippen droht.

VREDEN

, 10.12.2015, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt will Planung an der Goerdeler Straße ändern

Wo jetzt noch ein Parkplatz vorhanden ist, sollen an der Goerdeler Straße Garagen entstehen.

Ein sogenanntes "Heilungsverfahren" soll den Plan nun juristisch wasserfest machen. Dieses könnte gleichzeitig jenen Punkt entschärfen, um den es vor allem geht: die Lage der Ersatz-Garagen.

Der aktuelle Beschluss hat bereits eine Vorgeschichte. Ein Mehrfamilienhaus soll auf einer freien Fläche an der Goerdeler Straße entstehen, die jetzt noch vorhandenen Garagen müssten weichen. Ersatz könnte es dafür ganz in der Nähe geben - schräg gegenüber auf dem kleinen Parkplatz.

Der erste Entwurf des Bebauungsplans sah vor, die Gagen an der hinten liegenden Grundstücksgrenze anzuschließen. Der neue Entwurf nimmt diese Grenzbebauung wieder zurück.

Konsequenzen absehbar

Die Stadt hatte in der Zwischenzeit ihren eigenen Bebauungsplan prüfen lassen. Was sich dabei herausstellte: Einige der Festsetzungen seien fehlerhaft. Das führe in der Konsequenz voraussichtlich dazu, dass der Bebauungsplan unwirksam sei. Stadtplaner Dirk Hetrodt erläuterte im Ausschuss das weitere Vorgehen. Er schlug vor, die neuen Garagen nicht mehr komplett an der privaten Grundstücksgrenze zu bauen. Vier davon sollten nun einen Abstand von drei Metern bekommen.

"Ist das wirklich nicht umsetzbar?", fragte Alfons Effink (SPD). Hetrodt machte deutlich: "Es handelt sich um eine Grenzbebauung von 21 Metern. Wir können das Planungsrecht nicht aushebeln."

Kritik an Planung

Gerd Welper (Grüne) meinte: "Parkplätze wären besser gewesen." Er kritisierte, dass durch die neue Planung hinter den Garagen ein "dunkles Loch" entstehe. Die Verwaltung hatte dort einen Weg und Türen in den Garagen vorgesehen. Die CDU wandte sich ebenfalls dagegen. Heinrich Göring meinte: "Es gibt für den hinteren Bereich keine vernünftige Nutzung." Hendrik Mulder (FDP) formulierte deutlich: "Die Planung ist so eine totale Katastrophe."

Gerd Welper schlug schließlich vor, auch die beiden nördlichen Garagen etwas vorzuziehen und hinter der Reihe einen Grünstreifen anzulegen. Der Ausschuss griff das in seinem Beschluss auf. Dieser fiel einstimmig aus - aber bei fünf Enthaltungen.

 

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