Totes Baby: Verfahren gegen 24-jährige Vredenerin wird voraussichtlich eingestellt

VREDEN Das Verfahren wegen Verdachts auf Totschlag oder fahrlässige Tötung gegen eine 24-jährige Vredenerin, die ihr totes Baby im Garten ihres Elternhauses versteckt hatte, wird voraussichtlich eingestellt. Dies teilte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer auf Anfrage der Münsterland Zeitung mit.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 06.05.2009, 16:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Entgegen der ersten Angaben aus den Vernehmungen der 24-Jährigen – Schweer führte das auf ein Missverständnis zurück, das mittlerweile durch sie berichtigt worden sei – habe die Vredenerin das Kind nicht Anfang April, sondern schon im Juni des vergangenen Jahres zur Welt gebracht. Wie berichtet, hat die Vredenerin angegeben, nach einer von ihr nicht bemerkten Schwangerschaft bei einer Spontangeburt im eigenen Badezimmer ihres Elternhauses ein Kind zur Welt gebracht zu haben. Sie habe sich zwei Mal vergewissert, dass das Baby nicht atmete, und habe es dann in einem Müllsack im Garten versteckt.

Nach einem Dreivierteljahr nun könne nicht mehr mit Hilfe von feingeweblichen Untersuchungen festgestellt werden, ob das Kind, wie angegeben, bei der Geburt tot war, fasste der Oberstaatsanwalt zusammen. Wenn das schriftliche Gutachten vorliege, werde das Verfahren wohl eingestellt.

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