Über Hospizarbeit reden

Vreden "Hospizarbeit diesseits und jenseits der Grenze" ist das Thema bei einer Podiumsdiskussion, zu der die Omega-Initiative Vreden am Mittwoch, 29. Oktober, um 19.30 Uhr alle Interessierten ins Pfarrheim St. Georg einlädt.

15.10.2008, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Einfach an der Bürotür klingeln und sich informieren - dazu lädt Kläre Winhuysen, hauptamtliche Koordinatorin der Omega-Initiativen Vreden und Südlohn, ein. Winter-Weckenbrock</p>

<p>Einfach an der Bürotür klingeln und sich informieren - dazu lädt Kläre Winhuysen, hauptamtliche Koordinatorin der Omega-Initiativen Vreden und Südlohn, ein. Winter-Weckenbrock</p>

In Deutschland wie in den Niederlanden hat sich in den vergangenen Jahren die Gesetzgebung geändert, auch ist in beiden Ländern die Sterbebegleitung eine Aufgabe, die größtenteils von Ehrenamtlichen geschultert wird.

Was kann man voneinander übernehmen oder wo könnte sich eine Zusammenarbeit entwickeln - diese und andere Fragen sollen bei dem von der Euregio geförderten Diskussionsabend erörtert werden, erläutert Kläre Winhuysen, die hauptamtliche Koordinatorin der Vredener Omega-Initiative. Auf dem Podium werden neben ihr Nico J. Nijweide, zweiter Vorsitzender der Hospizinitiative "De Lilie", die hauptamtliche Koordinatorin aus Winterswijk Joke Verwey, Marianne Zieverink, Gründungsmitglied der Omega-Initiative Vreden und voraussichtlich auch Palliativmediziner aus Vreden und Winterswijk Platz nehmen.

Vor rund neun Jahren wurde in Vreden die Omega-Initiative gegründet. Das Ziel: Durch die Begleitung Ehrenamtlicher mehr Menschen ein würdevolleres Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Durch ein NRW-Förderprogramm konnte die Omega-Gruppe Anfang dieses Jahres eine hauptamtliche Koordinatorin einstellen und ein Büro einrichten. An der Wüllener Straße 22 ist Kläre Winhuysen seit Januar für Ratsuchende da - und freut sich über viele Anrufe und Besuche. Es gelinge offensichtlich, das Thema Tod und Sterben nach und nach aus der Tabuzone zu holen, bilanziert sie. Auch die Vernetzung der Strukturen - Pflegedienste, Pflegeheime, Krankenhaus - habe verbessert werden können, "die Hemmschwelle, uns anzufordern, ist geringer geworden", stellt Winhuysen fest.

Kurse absolviert

Einmal im Monat finde ein Treffen mit den ehrenamtlichen Sterbebegleitern statt. Die Omega-Initiative kann auf viele Freiwillige bauen, 22 Frauen ganz unterschiedlichen Alters haben einen Sterbebegleiterkurs absolviert. Einen Wunsch hat die Koordinatorin dennoch: "Dass sich auch Männer für dieses Ehrenamt interessieren". 2009 feiert die Initiative mit mehren Veranstaltungen ihr zehnjähriges Bestehen. Ein Highlight: Die Ausstellung des Bestatters und Trauberbegleiters Fritz Roth "Einmal jenseits und zurück" soll in der Stiftskirche gezeigt werden. ewa

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