Umbau teilt Markt neu auf

Bauarbeiten

Die Planungsphase ist abgeschlossen – jetzt sind die Bagger angerollt: Der Marktplatz in Vreden hat sich in eine Baustelle verwandelt. Innerhalb von sechs Wochen soll zur Wirklichkeit werden, was vor allem der Bauausschuss mehrfach ausführlich beraten hat: die neue Verkehrsführung.

VREDEN

, 16.04.2015, 18:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Umbau teilt Markt neu auf

Die Umgestaltung des Marktes in Vreden hat begonnen.

Damit endet die Zeit des Provisoriums. Gelbe Kunststoffkappen auf dem Pflaster hatten den Autofahrern den Weg gewiesen, um vom Kirchplatz über den Markt in die Neustraße fahren zu können. Diese Versuchsstrecke hatte aber einen anderen Verlauf – sie führte den Verkehr eng an den Fassaden der anliegenden Gebäude vorbei.

Die neue Fahrbahn soll hingegen einen Bogen schlagen. Doch geht es nicht nur darum, künftig den Autofahrern mehr Möglichkeiten zu geben. Auch für die Kinder soll das neue Konzept etwas bringen: Sie finden nördlich des Bogens einen eigenen Bereich, in dem Spielgeräte vorhanden sein werden. Dort entsteht zugleich eine Möglichkeit für Passanten, zu verweilen. Stellplätze zwischen Bäumen säumen diese Fläche zum Fahrbereich hin.

Kontrovers diskutiert

Der Rat hatte letztlich dazu die Weichen gestellt. Einigkeit hatte in dieser Frage allerdings nicht geherrscht: Während CDU und SPD sich hinter die Planungen stellten, sprachen sich UWG und FDP dagegen aus – die UWG, weil sie die Spielfläche falsch platziert sah, die FDP, weil sie noch die Entwicklung auf der Kulturachse abwarte wollte, bevor über den Markt entschieden würde.

Inzwischen sind die Weichen gestellt. Zuletzt hatte sich der Bauausschuss noch einmal mit der Frage befasst, welches Pflaster bei den Arbeiten zum Zuge kommt. Vorgesehen sind unterschiedliche Formen von Naturstein für die Einfassungen; darüber hinaus wird der vorhandene Klinker aufgenommen und wieder neu verlegt. Der Spielbereich erhält drei bereits existierende Geräte und zwei weitere Spielmöglichkeiten. Im Haushalt sind für diese Bauarbeiten 120 000 Euro berücksichtigt.

Bürgerentscheid

Mit der jetzt anstehenden Verwirklichung des Verkehrskonzeptes für den Markt findet auch ein Prozess seinen Abschluss, der in Vreden für intensive Debatten gesorgt hatten – bis hin zum abgelehnten Bürgerentscheid vom September 2013. Auch danach hatte sich die Bürgerinitiative „Lebendige Innenstadt Vreden“ weiterhin für eine andere Lösung eingesetzt: eine Verkehrsführung über die Jodocus-Vredis-Gasse.

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