Vier Sirenen warnen vor Gefahren

Zwei zusätzliche Anlagen

Auf die Erweiterung des städtischen Frühwarnsystems können sich mit Beginn des kommenden Jahres die Vredener einstellen: Insgesamt vier Sirenenstandorte soll es zukünftig geben. Zudem wird auch Ammeloe mit einer Sirene ausgerüstet.

Vreden

von Susanne Menzel

, 28.12.2016, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vier Sirenen warnen vor Gefahren

Die Sirene auf dem Dach des alten Rathauses

"Wir sind wie alle Kommunen gehalten, ein flächendeckendes Netz aufzubauen", erklärt Andreas Becking, Leiter der Feuerwehr. "Nachdem diese Art der Warnung vor vielen Jahren abgeschafft worden war, wird sie jetzt wieder neu aufgebaut."

Auftrag ist vergeben

Zunächst wird jetzt im Umfeld des künftigen Regenrückhaltebeckens im neuen Baugebiet Fasanenweg-Klosterhook der erste zusätzliche Standort errichtet. Eine weitere elektronische Anlage soll im Frühjahr dann noch im Bereich Tenbusch folgen. Andreas Becking: "Das wird eine Anlage ähnlich denjenigen in Südlohn und Stadtlohn sein. Der Auftrag ist bereits vergeben. Da die Herstellerfirmen allerdings momentan von überall her ihre Aufträge erhalten, wird die Installation vermutlich noch ein wenig dauern."

Probelauf im Frühjahr

Etwa 20000 Euro wird das elektronische Warnsystem inklusive der Installation und Anpassung auf die vorhandenen Anlagen kosten, sagt Becking.

Zeitnah mit dem Aufbau und der Einrichtung der Sirenen soll auch die Bevölkerung aufgeklärt werden, auf welche zwei zusätzlichen Töne sie sich zukünftig einstellen muss. Der Feuerwehrchef: "Es sind entsprechende Flyer geplant, auf denen alles detailliert erklärt wird."

Frühwarnsystem

Das Frühwarnsystem dient in erster Linie der Information über drohende Unwetter oder auch bei Austritt von schädlichen Stoffen bzw. Rauchgasen im Falle eines Großfeuers. Andreas Becking: "Bei dem Großbrand 1997 im Industriegebiet wäre beispielsweise damals dieses Frühwarnsystem ausgelöst worden - wenn wir es gehabt hätten. Damals mussten etliche Straßen gesperrt werden."

Die Sirenentöne sollen die Menschen in erster Linie darauf hinweisen, das Radio einzuschalten oder sich im Internet zu informieren, wo welcher Schadenfall vorliegt und welche Verhaltensmaßnahmen in der Situation dann angesagt sind.

Per Funk analog angesteuert 

Zurzeit werden die Alarmierungssysteme für die Feuerwehr per Funk analog angesteuert, zukünftig soll es digital ablaufen. "Das muss ja dann alles perfekt aufeinander abgestimmt sein, um die gesamte Bevölkerung akustisch zu erreichen", betont Becking. Die Sirenen können als zusätzliches System auch zur Alarmierung von Einsatzkräften genutzt werden, sofern die Funkalarmierung ausfällt.

In Kooperation mit dem Ordnungsamt und den örtlichen Radiostationen soll es im Frühjahr zunächst einen frühzeitig vorab angekündigten Probelauf geben, sobald die Anlage installiert ist.

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