Vredener Politiker wollen für den Baumwollexpress kämpfen: „Wir brauchen diese Linie!“

rnÖffentlicher Nahverkehr

Der Baumwollexpress soll zwischen Bocholt und Bad Bentheim fahren. Eine Buslinie mit Stopps unter anderem in Gronau, Alstätte, Oeding und Vreden. Doch das Projekt steht auf der Kippe.

Vreden

, 10.03.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das ist unfassbar, einfach unglaublich. Das geht gar nicht!“ Reinhard Laurich (SPD) fand in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses deutliche Worte und sprach damit auch den anderen Kommunalpolitikern aus der Seele. Es ging um den Baumwollexpress.

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Der steht nämlich auf der Kippe, weil das Land NRW einen Förderantrag des Kreises Borken abgelehnt hat. Die neue Buslinie soll eigentlich über 83 Kilometer von Bocholt bis Bad Bentheim führen und unter anderem in Vreden, Alstätte und Gronau halten.

Die Grafik zeigt die Anzahl der „Reisen“ zwischen den Orten des geplanten Baumwollexpress montags bis donnerstags.

Die Grafik zeigt die Anzahl der „Reisen“ zwischen den Orten des geplanten Baumwollexpress montags bis donnerstags. © Kreis Borken

Doch nun müsse man das Projekt „politisch neu bewerten“, wird Landrat Dr. Kai Zwicker in einer Pressemitteilung zitiert. Denn eigentlich sollten 75 Prozent der Kosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro über Fördergelder finanziert werden.

Grünen-Fraktion stellt Antrag für den Vredener Stadtrat

Doch die Vredener Kommunalpolitiker wollen noch nicht so einfach aufgeben. Man war sich einig: Der Baumwollexpress wäre eine riesige Bereicherung für Vreden. „Wir brauchen diese Linie, um endlich einen gescheiten öffentlichen Nahverkehr anbieten zu können“, sagte Gertrud Welper (Grüne). Die Grünen im Kreis hatten das Projekt 2018 auf den Weg gebracht.

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Auch jetzt will die Vredener Fraktion weiter kämpfen. Der Fraktionsvorsitzende Gerd Welper hat für die nächste Ratssitzung einen Antrag gestellt, dass die Stadt Vreden eine Resolution „Baumwollexpress muss kommen“ verabschieden soll.

Laut Antrag ist die neue Linie für zwei Jahre im Nahverkehrsplan verankert. „Wir erwarten, dass der Landrat – notfalls auch ohne Förderung durch das Land NRW – diesen Nahverkehrsplan jetzt auch umsetzt“, heißt es in dem Schreiben.

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