Vredener Stadtpark soll insektenfreundlicher werden – Verein sucht Spender

rnFörderverein Kulturlandschaft

Der Förderverein Kulturlandschaft Vreden möchte im Stadtpark einen Staudengarten anlegen. Das Projekt soll ein Vorbild für Gartenbesitzer sein. Dafür sind Spenden nötig.

Vreden

, 10.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Vredener Stadtpark soll insektenfreundlicher werden. Das ist das Ziel des Förderverereins Kulturlandschaft Vreden. Ein Staudengarten soll auf einer Rasenfläche entstehen. Es gibt nur ein Problem: Das Ganze wird 15.000 Euro kosten. Die Ehrenamtlichen sind deswegen auf der Suche nach Spendern.

Alternative für Kiesgärten und Rasenflächen

Anstoß der Idee sind die Kiesgärten, die immer häufiger zu sehen sind. „Viele wollen gerne was für Insekten machen, haben aber nicht die Zeit oder sind körperlich nicht mehr in der Lage, sich um den Garten zu kümmern“, weiß Josef Levering, Vorsitzender des Fördervereins Kulturlandschaft.

Förderverein Kulturlandschaft Vreden

  • Der Förderverein Kulturlandschaft ist ein Zusammenschluss verschiedener Akteure. Mit dabei sind: Stadt Vreden, Gymnasium, KAB, Imkerverein, Angelsportverein, Heimatverein, Nebenerwerbslandwirte und der Nabu.
  • Der Verein ist auch Ideengeber für eine Blühwiese auf der anderen Seite der Berkel. Umsetzen wird das die Stadt Vreden im Zuge der Umgestaltung des Stadtparkes.
  • Die wilde Blühwiese hinter der Stiftskirche bleibt bestehen. Der Förderverein Kulturlandschaft hat hier die Patenschaft und übernimmt die Pflege.
  • Gespendet werden kann über das Crowdfunding-Projekt der Volksbank.

Ergebnis sei häufig ein Kiesgarten oder große Rasenflächen, die Insekten ebenfalls kaum Nahrung und Lebensraum bieten. Dass das nicht sein muss, möchte der Verein im Stadtpark deutlich machen. „Wir wollen eine pflegeleichte Alternative aufzeigen, die hoffentlich Nachahmer findet“, erklärt Hans Terwort vom Nabu Vreden.

Blühfreie Zeit muss man aushalten

Der Staudengarten soll naturnah und pflegeleicht sein. „Wenn man es aushält, braucht der eigentlich gar keine Pflege“, sagt Hans Terwort und zeigt in Richtung Fläche hinter der Stiftskirche. Dort hat der Förderverein Kulturlandschaft schon eine wilde Blühfläche angelegt.

Vredener Stadtpark soll insektenfreundlicher werden – Verein sucht Spender

Die abgestorbenen Pflanzen sind Lebensraum für überwinternde Insekten. © Victoria Garwer

Jetzt im Winter blüht es dort allerdings nicht. Stattdessen ragen kahle Stiele in Richtung Himmel, alles ist verblüht und grau-schwarz. „Das muss man aushalten“, sagt Hans Terwort. Denn in diesen Pflanzen überwintern zahlreiche Insekten. Im Frühjahr fallen die Pflanzen dann in sich zusammen und keimen neu auf. Theo Harker vom Nabu ergänzt: „Fast alles, was wir im Garten machen, ist ja eher fürs Auge. Die Natur braucht das eigentlich nicht.“

Viele Blüten und behindertengerechte Wege und Hochbeete

Im 816 Quadratmeter großen Staudengarten sollen es von Frühjahr bis Herbst blühen. Das ist gut für Insekten und Vögel, aber auch optisch ansprechend. Zwischen den Stauden möchte der Verein Wege anlegen. „Damit Besucher des Parks auch was davon haben“, sagt Josef Levering.

Vredener Stadtpark soll insektenfreundlicher werden – Verein sucht Spender

So soll der Staudengarten im Vredener Stadtpark aussehen. © Förderverein Kulturlandschaft

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Die Wege sollen behindertengerecht sein. Zudem plant der Verein, Hochbeete aufzustellen, die mit dem Rollstuhl unterfahren werden können. „Dann können auch die Senioren der umliegenden Seniorenheime den Garten erleben. Sie können an den Hochbeeten Kontakt zu den Pflanzen aufnehmen, sie anfassen und daran riechen“, erklärt Josef Levering.

Ehrenamtliche Arbeit und Pflege

Die Pläne gezeichnet hat ein Gärtner, der Mitglied in dem Verein ist. Er steht hinter dem Projekt und wird auch die Pflanzen auswählen. Von dem gespendeten Geld soll das Material bezahlt werden. Die Arbeit erledigen die Vereinsmitglieder ehrenamtlich. Sie übernehmen auch auf Dauer die Patenschaft und Pflege des Staudengartens.

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Losgehen soll es im Frühjahr 2020. „Wenn wir bis dahin genügend Geld zusammen haben“, sagt Josef Levering hoffnungsvoll. Denn das Ganze läuft über Crowdfunding. Heißt: Nur wenn die 15.000 Euro bis Ende Februar zusammenkommen, wird das Geld auch an den Verein ausgezahlt.

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