Vredens Glasfasernetz wächst

Breitbandausbau

Deutschland hinkt beim Breitbandausbau hinter vielen Industrienationen hinterher. Das gilt aber nicht für Vreden: Dort geht der Netzausbau rasch weiter – ein Standortvorteil, von dem die Stadt profitiert.

VREDEN

, 29.09.2017, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vredens Glasfasernetz wächst

Der Ausbau des Glasfasernetzes macht in Vreden deutliche Fortschritte, im Bild Arbeiten in der Walbertstraße.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Firma Epcan. Seit Jahren ist sie in der Region aktiv, um die schnellen Datenverbindungen für Firmen und Privatleute anbieten zu können. Der Stadtplan für Vreden weist immer weniger Lücken in Sachen Glasfaser auf – und jetzt geht es in die nächste Phase.

Denn die Nachfrage stimmt. „Die letzte Bündelung im Gebiet Vreden West I war erfolgreich“, sagt Geschäftsführer Gerd Gevering im Gespräch mit unserer Zeitung. Rund um die Eschstraße zieht derzeit ein Bautrupp durch die Siedlung, hebt Schächte aus und legt das begehrte Stück Infrastruktur. Der Zeitplan sehe vor, dass die Arbeiten in den nächsten zwei Monaten ihren Abschluss finden. Dann steht dem neuen Online-Erlebnis für rund 190 Haushalte nichts im Wege.

Siedlung profitiert

Vom Ausbau Vreden West profitiert auch die Siedlung Marienhook: Der Brückenschlag kann jetzt auch dorthin erfolgen. Im nächsten Jahr dürfte dort die Verkabelung erfolgen. „Im Baugebiet Schulze Wissing Teil eins war die Nachfragebündelung ebenfalls ein Erfolg“, berichtet Gerd Gevering weiter. 140 Interessierte setzten dort auf die neueste Technik.

Mehr Tempo auf der Leitung, das kommt jetzt auch für weitere Straßenzüge im Stadtgebiet in Frage. Im Raum Schelver Diek könnten 200 Haushalte per VDSL-Technik ihren Internetzugang beschleunigen. Zusammen mit den SVS-Versorgungsbetrieben wendet sich Epcan zudem jetzt an die Menschen, die in den Gebieten Jammerkamp, Vreden West zwei und Vreden Ost (Röringhoff) und Rentmeisterskamp) leben. Die Nachfragebündelung ist in diesen Teilen Vredens angelaufen.

Auf gutem Weg

Zu tun bleiben wird danach noch einiges mit Blick auf den Außenbereich, weiß Gerd Gevering. Aber er stellt fest, dass durch die eigenen Aktivitäten und der des Mitbewerbers Unitymedia Vreden ziemlich gut versorgt sei: „Wir sind auf einem guten Weg zu einem flächendecken Glasfasernetz.“ Dieser Anspruch ist in den Vredener Gewerbegebieten übrigens schon Realität: „Dort ist die Versorgung vollständig gewährleistet.“

Gerd Gevering ist überzeugt: In Zukunft wird es für jeden Ort noch wichtiger sein, über ein Glasfasernetz als Teil seiner Infrastruktur zu verfügen: „Immer mehr Menschen nutzen täglich Angebote wie Streamingdienste, die IT-Telefonie verbreitet sich und die Unternehmen tauschen inzwischen riesige Datenmengen aus. Die Entwicklung bleibt nicht stehen.“ Glasfaser dient dazu, Daten in Form von Lichtwellen zu verbreiten in der höchstmöglichen Menge und Geschwindigkeit. Englische Forscher haben dabei bereits 10 Terabyte pro Sekunde erreicht; das entspricht zehn Millionen Megabyte.

Lesen Sie jetzt