Weg mit der Stolperkante

Einstimmiger Beschluss

Die Kante des Anstoßes wird verschwinden. Die Mini-Stufe vor der Bücherei in Vreden soll weg, auch wenn sie baurechtlich zulässig sein mag. Die beiden Alternativen der Verwaltung stellten aus Sicht der Politiker im Grunde keine dar: Niemand sprach sich auch nur ansatzweise dafür aus, die Kante zu belassen.

VREDEN

, 10.02.2017 / Lesedauer: 3 min

Die Verwaltung hatte auch nicht wirklich damit gerechnet. Sie hatte in ihrer Vorlage selbst vorgeschlagen, "die Platzkante am neu gestalteten Vorplatz der Bücherei - Teil der Kulturachse - in der beschriebenen Art und Weise zu beseitigen". Das eindeutige Signal dazu hatte der Bauausschuss schon in seiner Sitzung im Januar gegeben. Wie berichtet, der eigentlich geplanten Stufenanlage war aus baulichen Gründen nur noch eine kleine Kante übrig geblieben. 

Platten schräg verlegen

Die Lösung für das Problem: Die Randplatten werden aufgenommen und leicht schräg verlegt, das Natursteinpflaster in der Gasthausstraße wird angeglichen. Dadurch entsteht eine circa 1,40 Meter breite Rampe. Sie reicht bis zur verlängerten Kante des Gebäudesockels der Bücherei. Das Gefälle beträgt sieben Prozent. Obwohl die Marschrichtung aus der Politik mit dem Beschluss vom Januar klar vorgegeben war, hatte die Verwaltung der Vollständigkeit halber noch die Alternative dazu aufgezeigt.

Eine Stufenanlage sei im öffentlichen Raum grundsätzlich zulässig. Die Kante könne mit einfachen Mitteln aufgewertet werden: Das würde den Kontrast vergrößern, die Kante also deutlicher wahrnehmbar machen. Wenn die Beleuchtung installiert sei, werde sich die derzeitige Situation verbessern.

Düsen noch nicht fertig

Diese Argumente spielten in der Diskussion aber allenfalls am Rande eine Rolle. Fragen warf hingegen Christiane Albers (SPD) auf: "Uns ist angetragen worden, dass der Platz mit dem Springbrunnen nicht schön ausgeführt worden sei." Die Brunnenfläche liege nicht plan, sondern falle ab.

"Das liegt tatsächlich nicht in Reih und Glied", antwortete Joachim Hartmann, Leiter des Fachbereichs Bauen. Die Anbindung des Pflasters an die Brunnendüsen sei noch nicht abgeschlossen: "Das kommt noch." Und die Neigung der Fläche sei geplant gewesen. Über die Frage der Kante mochte im Ausschuss allerdings niemand mehr diskutieren. Die einzige Wortmeldung aus dem politischen Raum kam zu diesem Aspekt von Hendrik Mulder (FDP): "Es ist alternativlos, dass die Stufe weg muss." Das sahen die anderen Mitglieder des Ausschusses offensichtlich ganz genauso. Sie stimmten einstimmig dafür.

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